Gesellschaft
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OB Wahlkampf – Kanzlerin Merkel in Stuttgart

Nach dem ersten Wahlgang der Oberbürgermeisterwahl, bei dem wie erwartet keiner der Bewerberinnen und Bewerber die erforderliche absolute Mehrheit erreichen konnte, ist es nun ein Zweikampf zwischen dem von der CDU unterstützten Unternehmer Sebastian Turner und dem Kandidaten der Grünen, dem Bundestagsabgeordneten Fritz Kuhn. Beide können mit der Unterstützung der Politikprominenz von Bund und Land rechnen. So trat am Freitag Kanzlerin Angela Merkel auf die Bühne vor dem Stuttgarter Rathaus, um bei den Bürgern für Sebastian Turner zu werben.

Bei strömenden Regen hatten es der Kandidat Turner wie auch Kanzlerin Merkel recht schwer sich gegen die vielen Trillerpfeifen, Buhrufe und Pfiffe überhaupt Gehör zu verschaffen. Viele wollten ihre Botschaften auch gar nicht hören, sondern deutlich machen, dass sie angesichts der vielen offenen Baustellen in der Stadt und der durch Stuttgart 21 hervorgerufenen Zerrissenheit in der Bevölkerung einen Politikwechsel an der Spitze der Stadt wünschen.

Auf dem Stuttgarter Marktplatz trugen die inzwischen bundesweit bekannten schwäbischen Protestbürger ihre Argumente laut, vielfältig und bunt vor –  und mit wenig Respekt vor der Prominenz aus Berlin und den politischen Gegnern. Auch das anlässlich einer OB-Wahl etwas deplatziert anmutende Anstimmen der Nationalhymne am Ende der Kundgebung war wohl kaum geeignet, einen Stimmungswechsel  zu erreichen.

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