Kunst
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Bluthochzeit

Diese „lyrische Tragödie“ von Federico García Lorca, in der die Braut noch während der Hochzeit mit dem Ex-Verlobten davon läuft, wurde im Volkstheater München – von Flamenco Rhythmen gekonnt begleitet – eindrucksvoll auf die Bühne gebracht.
Gesteigert wurde die Dramatik hier nicht allein durch Sprache, sondern mehr noch durch Tanz und Rhythmus und am Schluss durch die fast unerträgliche Lautstärke. Das überzeugende Lichtdesign unterstrich die dramatische Stimmung noch.

Das „Bühnenbild“ im ersten Akt war äußerst reduziert. Zunächst traten die Protagonisten der Hochzeitsgesellschaft vor einem Vorhang mit goldenen Stühlen weit vorne auf der Bühne auf. Alle waren von Anfang schon fokussiert auf die spürbare Dramatik vom tödlichen Ende.
Im zweiten Akt war der Bühnenraum geöffnet, der Bräutigam, die Braut und Leonardo, der Ex-Verlobte – ohne Worte lautstark im Mittelpunkt.

„Theater ist Poesie, die aus den Büchern flieht und dabei menschlich wird, während sie spricht, schreit, weint und leidet.“
Federico García Lorca

Es war eine große Freude, im Volkstheater München die letzte Vorstellung von Lorcas Bluthochzeit mit diesem ausdrucksstarken Ensemble in der viel beachteten Inszenierung von Miloš Lolić miterleben zu können.

Hier ein Video mit Ausschnitten aus der Bluthochzeit am Volkstheater München.

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