Monate: Juli 2013

50 Jahre Kodak Instamatic

Vor 50 Jahren, im Frühjahr 1963, brachte Kodak eine Kompaktkamera mit dem speziellen Kassettenfilm 126 im Format 28×28 mm auf den Markt. Die handliche und einfach zu bedienende Kamera war in den 70iger Jahren ein beliebter Fotoapparat. Millionenfach produziert, war die Instamatic damals in beinahe jeder Familie vorhanden. Nach der großen Fotobox war dies mein zweiter Fotoapparat. Im Gegenatz zur Box mochte ich diese Kamera sehr. Sie war nicht nur schick und trendy, sondern mit dem neuartigen Kassettenfilm auch recht innovativ. Die lästige Fummelei beim Einfädeln des Films fiel weg. Kassette rein, den Filmtransport-Hebel betätigt, bis in einem kleinen Fenster auf der Rückseite der Kamera das erste Bild auf dem Filmstreifen mit einer 1 angezeigt wurde – nun auslösen und fertig! Die Kodak Instamatic wurde in verschiedenen Modellvarianten in den USA, in England und in Stuttgart/Deutschland produziert. Sie war damals ein großer kommerzieller Erfolg. Zwischen 1963 und 1970 wurden über 50 Millionen Exemplare verkauft. Die Instamatic 50 war das erste Modell, das jedermann und jede Frau sofort automatisch beherrschte. Sie kam im Februar 1963 in …

Tretebecken

Dem „Wasserdoktor“ Sebastian Kneipp verdanken wir die Erinnerung an die uralte Erkenntnis der Heilkraft des Wassers. Wasser stellt die erste der fünf Säulen der Kneippschen Heilphilosphie dar: Wasser Pflanzen Bewegung Ernährung Balance und das Wassertreten im kalten Wasser ist nicht nur für Kneippianer eine Wohltat für Körper und Seele. Kneippanlagen bieten eine angenehme Erfrischung, gerade auch

Lenbachhaus

Das neue Lenbachhaus in München präsentiert sich und seine wertvollen Sammlung nach umfangreichen Bauarbeiten seit Mai diesen Jahres wieder der Öffentlichkeit. Die Besucher betreten jetzt über einen Anbau mit einer Fassade in Messing vom Königsplatz aus die offene, helle Empfangshalle des Museums. Von dort gelangt man nun über Treppen in die neu angebauten Ausstellungsräume sowie in die renovierten Räume der alten dreiflügeligen Lenbachvilla mit dem wunderschönen historischen Garten. Die bekannten und neuen Sammlungen der Städtischen Galerie zeigen sich nun in modernen Arrangements: Die „Blauen Reiter“, Jugendstil und Neue Sachlichkeit, die Kunst des 19.Jahrhunderts mit den Räumen Franz von Lenbachs, Joseph Beuys als neuer Sammlungsschwerpunkt und die Kunst nach 1945. Herausragende Kunst in einem weiteren beeindruckenden Museumsbau der Kunststadt München. Link Lenbachhaus

Barfuß im Park – gegen den Strom laufen

Ein tolles Gefühl, barfuß durch den Park zu laufen. Wenn ein liebevoll angelegter und abwechslungsreich gestalteter Barfußweg dazu einlädt, fällt es auch Barfuß-Anfängern wie mir leicht, sich auf dieses kleine Abenteuer einzulassen. Der Abschluss und Höhepunkt eines Kurzurlaubs mit „Kneippen“ und „Radeln“ in Bad Wörishofen war eine kleine Barfuß-Wanderung im herrlichen Kurpark des traditionellen Kneippkurortes im Allgäu. Auf dem ca. 1,5 km langen Barfußweg kann

Bloody Marry – Bluthochzeit

Gerade junge Menschen mit Migrationshintergrund oder Menschen mit Handicaps, die in unserer Leistungsgesellschaft oft am Rande stehen, brauchen die öffentliche Anerkennung für ihre Fähigkeiten und Leistungen. Eine solche „Bühne des Erfolgs“ erhalten die Jugendlichen und jungen Erwachsenen des internationalen, integrativen Jugendtheaterensembles der freien bühne stuttgart bei ihren Auftritten in Jugend-und Kulturzentren der Region. Gestern nun konnten die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler bei der Premiere von Bloody Marry, einem HipHop Tanz-Theaterstück nach dem Drama „Die Bluthochzeit“ von Federico Garcia Lorca ihr beachtliches Können auf der großen Bühne im Theaterhaus Stuttgart unter Beweis stellen. Lorcas Geschichte einer dramatisch endenden Hochzeit zwischen Vernunft und Tradition sowie Liebe und Leidenschaft in der traditionell-ländlichen Gesellschaft des alten Andalusiens wird hier zeitgenössisch interpretiert und mit modernen Stilmitteln eindrucksvoll auf die Bühne gebracht. Die Inszenierung unter der Leitung von Ismene Schell folgt der dramatischen Entwicklung der Handlung, lässt aber auch Raum für die Lebendigkeit und Lebensfreude der feiernden Menschen einer Hochzeitsgesellschaft. Schauspielerisch können die jungen Darstellerinnen und Darsteller durchaus überzeugen, insbesondere Lisa-Marie Gruber als verbitterte strenge Mutter, Jasmin Keskin als ernste Braut, …