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50 Jahre Kodak Instamatic

Vor 50 Jahren, im Frühjahr 1963, brachte Kodak eine Kompaktkamera mit dem speziellen Kassettenfilm 126 im Format 28×28 mm auf den Markt. Die handliche und einfach zu bedienende Kamera war in den 70iger Jahren ein beliebter Fotoapparat. Millionenfach produziert, war die Instamatic damals in beinahe jeder Familie vorhanden.

Nach der großen Fotobox war dies mein zweiter Fotoapparat. Im Gegenatz zur Box mochte ich diese Kamera sehr. Sie war nicht nur schick und trendy, sondern mit dem neuartigen Kassettenfilm auch recht innovativ. Die lästige Fummelei beim Einfädeln des Films fiel weg. Kassette rein, den Filmtransport-Hebel betätigt, bis in einem kleinen Fenster auf der Rückseite der Kamera das erste Bild auf dem Filmstreifen mit einer 1 angezeigt wurde – nun auslösen und fertig!

Die Kodak Instamatic wurde in verschiedenen Modellvarianten in den USA, in England und in Stuttgart/Deutschland produziert. Sie war damals ein großer kommerzieller Erfolg. Zwischen 1963 und 1970 wurden über 50 Millionen Exemplare verkauft.

Kodak Instamatic 50

Kodak Instamatic 50

Die Instamatic 50 war das erste Modell, das jedermann und jede
Frau sofort automatisch beherrschte. Sie kam im Februar 1963 in England auf den Markt.

Kodak Instamatic 25

Kodak Instamatic 25

Die ab 1966 erhältiche Instamatic 25 unterschied sich technisch kaum vom Vorgängermodell, nur etwas anders gestaltet. Anstelle eines kleinen Filmtransporthebels gab es nun ein großes Transportrad.

Kodak Instamatic 233X

Kodak Instamatic 233X


Die Kodak Instamatic 233 X war da schon etwas anspruchsvoller. Sie hatte einen großen Schnellspannhebel und die Blende konnte in fünf Stufen verstellt werden. Auch die Entfernung beim Blitzbetrieb war im Bereich von 1,2m bis 4m einstellbar.

Die Instamatic Kameras von Kodak zeichneten sich durch ein neues Blitzbeleuchtungssystem aus. Bei den ersten Instamatics wurde der Kodakblitz 25 (enthält 2 Flachbatterien) auf die Blitzhalterung der Kamera gesteckt, der dann die eingesteckte Blitzlampe auslöste. Auf die neueren Modelle wurde der Blitzwürfel Maciccube für 4 Aufnahmen direkt aufgesteckt. Er benötigte zur Auslösung keine Batterien mehr.

Blitzsysteme Kodakblitz 25 und der Blitzwürfel

Blitzsysteme Kodakblitz 25 und der Blitzwürfel

Meine Instamatic begleitete mich die ganze Jugend bis in die Studienzeit. Mit ihr war ich das erste Mal auf Auslandsreise beim Nachbarn Frankreich und später auch in Skandinavien.
Schließlich begann ich die Filme in diesem eigenartigen, etwas reduziertem Kleinbildformat selbst zu entwickeln. Das Aufbrechen der Kunststoffkassette war der schwierigste Teil. Natürlich waren dem Vergrößern der einfachen Instamatic Negative Grenzen gesetzt. Dennoch startete ich in meiner Instamatic Zeit mit einem kleinen Vergrößerungsgerät mit der Dunkelkammerarbeit.

Leider gibt es heute die passenden 126 Filme nicht mehr. Bastler füllen aber die alten leeren Kassetten mit Kleinbildfilmen.

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7 Kommentare

  1. günter sagt

    Lieber Reinhold,
    gerade mal wieder auf Deinen Block gekommen. Super! Und die Kodak Instamatic 50 habe ich auch in jungen Jahren benutzt. Entweder gehörte sie mir oder hatte meine Mutter mal gekauft. Kann mich gut erinnern. Danke für die Erinnerung.
    Liebe Grüße
    Günter

    • Lieber Günter,
      danke für Deine Rückmeldung zu meinem Blogartikel. Die Kodak Instamatic war damals schon eine geniale Innovation, sonst hätte diese handlich-praktische Kamera nicht diesen Erfolg gehabt.
      Alles Gute
      Reinhold

  2. Ich habe auch wieder angefangen , analog zu fotografieren, allerdings mit einem Nachbau einer japanischen Mittelformatkamera, der Diana F. Sehr spannend ist das! Danke Reinhold für diese Kamerakunde.

    • Theo sagt

      Liebe Tina,
      toll, dass Du auch wieder mit der „alten“ Technik experimentierst. Ich frage gerade in jedem Fotoladen, ob die noch irgendwo Instamatikfilme herumliegen haben. Bisher ohne Erfolg. Dafür kann ich aber gelegentlich die foto-historischen Kenntnisse der Mitarbeiter erweitern. Die jüngeren Fotofachverkäufer wissen gar nichts von der legendären Instamatik und deren besonderem Filmformat. Also, wenn Du mal irgendwo einen Instamatikfilm oder auch eine leere Instamatikfilm Kassette entdeckst, lass es mich wissen.

  3. Manfred sagt

    Hi Reinhold,
    das war auch meine erste Kamera. Gekauft bei Drogerie Godel (??). Die Bilder waren glaube ich quadratisch, und die Filmkassetten waren – glaub ich – ziemlich teuer.

    • Theo sagt

      Ja, ich fand die Instamatic damals ganz toll und die „Fachgeschäfte“ für Fotoartikel waren in dieser Zeit tatsächlich in der Regel Drogerien.

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