Monate: September 2013

Epupa Wasserfälle

Eine der wenigen grünen Oasen während der Tockenzeit in Namibia ist die Region um die Epupa Wasserfälle. Der Grenzfluss Kunene zwischen Namibia und Angola im Norden des Landes, der hier auf breiter Fläche 40m zu Tal stürzt, führt ganzjährig Wasser und bildet einen wohltuenden Kontrast zu der ansonsten vollkommen trockenen und staubigen Landschaft. Kein Wunder, dass hier lange auch Planungen zur Energiegewinnung aus Wasserkraft verfolgt wurden. Diese Pläne der Regierungen beider Länder für einen höchst umstrittenes Staudammprojekt haben aber sowohl Umweltschützer wie auch das in dieser Region lebende Volk der Himba in höchste Alarmbereitschaft versetzt und einen letztendlich auch erfolgreichen Kampf gegen die Regierungspläne entfacht. Der Staudamm hätte sowohl die Lebensgrundlage der Himba zerstört wie auch die ökologische einmalige Flusslandschaft mit ihrer vielfältigen Tier-und Pflanzenwelt.

Gesichter im Fels

Bei einer kleinen Wanderung in der namibischen Halbwüste habe ich an einem Fels plötzlich Gesichter entdeckt. Keine der uralten Felszeichnungen, wie wir sie ein paar Tage später weiter nördlich am Weltkulturerbe Twyfelfontein bestaunt haben, aber doch für mich deutlich erkennbare Konturen von weiblichen Gesichtern. Auf der linken Felsseite der kleine kantige Frauenkopf mit dem auffallend großen und etwas verzerrten Mundpartie, der mich an altägyptische Abbildungen erinnert, … …und auf der rechten Seite das Bild einer Frauengestalt mit traurig geneigtem Kopf und Tränen im Gesicht. Ich weiß nicht, auf welche Weise diese Gesichter in den harten Stein gekommen sind, – sicher nicht durch eine menschliche Künstlerhand, oder doch? Eher waren hier die Natur und die Witterungseinflüsse die wahren Künstler, oder ist es gar nur meine Phantasie, die mir diese Gesichter auf den Sensor der Kamera und die Speicherkarte gepixelt hat? Als ich am Abend noch einmal „meine Frauen“ am Fels aufsuchen wollte, habe ich sie nicht mehr entdecken können. Das Abendlicht hat ganz andere Partien der Felsen in weiches warmes Licht gehüllt und neue Figuren und …

Besuch bei den Himba

Ich war zunächst recht skeptisch, ob das Eindringen einer Reisegruppe mit 13 Personen nicht doch etwas viel für ein winziges abgelegenen Dorf im afrikanischen Buschland ist. Eine solche Begegnung mit den halbnomadischen Himba würde doch nur in sprachlosen Peinlichkeiten enden können. Nach einem Gespräch mit unserem Tourguide und einer kurzen Einführung durch einen englischsprechenden Himba eines anderen Dorfes, der die Bewohner vorher um Erlaubnis gebeten hatte, sind wir dann – begleitet von zwei Himbafrauen – und ihm als Übersetzer mit Lebensmittelgeschenken im Gepäck in erwartungsvoller Spannung ins Dorf aufgebrochen. Hier war ich angenehm überrascht, wie entspannt unser Rundgang und die Gespräche verliefen. Die Himba gaben gerne auf unsere Fragen nach den Traditionen und Alltagsgewohnheiten Auskunft, lachten viel und einige, insbesondere auch die Kinder, beachteten uns kaum und gingen weiter ihren Alltagsdingen nach. Zum Abschluss unseres Besuches boten uns die Himba ihre Kunsthandwerksarbeiten zum Verkauf an – eine ihrer wenigen Einnahmequellen in dieser unwirtsamen abgelegenen Gegend. Der Besuch bei den noch weitgehend nach alten Traditionen lebenden Himba im Norden Namibias gehörte zu den Höhepunkten meiner 12 …

Raleigh Bike

Mit dem Slogan „Best of Britain – Made in Germany: Mit britischem Pioniergeist und deutscher Gründlichkeit“ wirbt die Traditionsmarke „Raleigh“ auf ihrer deutschen Homepage für die in Cloppenburg/Deutschland gefertigten Bikes. Bei meinem Adventure Trip quer durch Namibia habe ich hoch im Norden des Landes bei den Epupa Wasserfällen nahe der Grenze zu Angola dieses funktionstüchtige schöne blaue Raleigh Bike entdeckt. Das Firmen-Logo auf dem Steuerrohr und der Namens Schriftzug auf dem Unterrohr weisen das Rad als Raleigh Bike aus. Der bequeme Sattel, die dicke Bereifung und der stabile Gepäckträger sind für den Gebrauch als Transportrad auf den in diesem Landstrich ausschließlich groben Schotterpisten ausgelegt.

Townships in Namibia

Die Townships, ursprünglich während der Zeit des Apartheidsregimes zur Separierung der einheimischen schwarzen Bevölkerung gegründet, wachsen aufgrund der Land-Stadt-Zuwanderung junger Menschen aus dem dichter besiedelten Norden des Landes Namibias unkontrolliert weiter. Auch die staatlichen Bemühungen, dieses wilde Siedlungswachstum an den Rändern der Städte z.B. durch Bereitstellen von Brunnen und einfachen Toiletten etwas zu steuern, können den enormen Wachstum der informellen Siedlungen nicht stoppen. Aufgrund der anhaltenden Dürre zieht es die bitter arme ländliche Bevölkerung des Nordens in der Hoffnung auf ein besseres Einkommen weiter in die Städte im Zentrum Namibias. Nachdem ich bereits Kinderhilfseinrichtungen in Katutura, der Township von Namibias Hauptstadt Windhoek und in „One Nation“ – einem Meer von Wellblechhütten über den weiten Hügeln am äußersten Rand der Stadt – besucht hatte, ging es nach Swakopmund, in die ehemalige Kolonialstadt am Atlantik. Bei einer Tour durch deren Township Mondesa und angrenzende informelle Siedlungen mit Besuchen des Marktes, eines Waisenhauses und des Frauen Artcraft Projektes „Dantago“ habe ich ein klein wenig Einblick in den Alltag der Bewohner und wertvolle Informationen über deren Lebensverhältnisse bekommen können. …