Gesellschaft, Reisen
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Townships in Namibia

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Die Townships, ursprünglich während der Zeit des Apartheidsregimes zur Separierung der einheimischen schwarzen Bevölkerung gegründet, wachsen aufgrund der Land-Stadt-Zuwanderung junger Menschen aus dem dichter besiedelten Norden des Landes Namibias unkontrolliert weiter. Auch die staatlichen Bemühungen, dieses wilde Siedlungswachstum an den Rändern der Städte z.B. durch Bereitstellen von Brunnen und einfachen Toiletten etwas zu steuern, können den enormen Wachstum der informellen Siedlungen nicht stoppen. Aufgrund der anhaltenden Dürre zieht es die bitter arme ländliche Bevölkerung des Nordens in der Hoffnung auf ein besseres Einkommen weiter in die Städte im Zentrum Namibias.

Nachdem ich bereits Kinderhilfseinrichtungen in Katutura, der Township von Namibias Hauptstadt Windhoek und in „One Nation“ – einem Meer von Wellblechhütten über den weiten Hügeln am äußersten Rand der Stadt – besucht hatte, ging es nach Swakopmund, in die ehemalige Kolonialstadt am Atlantik.

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Bei einer Tour durch deren Township Mondesa und angrenzende informelle Siedlungen mit Besuchen des Marktes, eines Waisenhauses und des Frauen Artcraft Projektes „Dantago“ habe ich ein klein wenig Einblick in den Alltag der Bewohner und wertvolle Informationen über deren Lebensverhältnisse bekommen können.

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Gewiss sind die Townshiptouren für Touristen inszenierte Welten. Sie können das alltägliche Leben nicht authentisch widerspiegeln. Wenn man jedoch aufmerksam hinschaut und zuhört, bekommt man im Rahmen solch eines Kurzbesuchs dennoch Einiges über das Leben in den Townships mit.

Der freundliche und kundige Guide von Hafeni Tours in Swakopmund/Namibia lud unsere Besuchergruppe noch zu einem kleinen landestypischen Essen ein, bevor wir von der A Capella Boygroup „Vocal Galore“ mit Sounds of Africa auf sympathische Weise musikalisch verabschiedet wurden.
Hier davon ein kleines Video:
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Weiterführende Links:
One nation

1 Kommentare

  1. ulla schläfke sagt

    na, da hattest du ja einen interessanten Geburtstag in Namibia. Das Video erinnert mich an den Besuch mit unserem Chor in Soweto sowie dann auch an den anderen Orten in South Africa. Nächstes Jahr geht es wieder hin.
    Freue mich, wenn wir wieder einen Termin zum Austausch finden und bis dahin
    ein herzlicher Gruß
    Ulla

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