Monate: Februar 2014

Light on Lightopia

„Schritt für Schritt ins Nirwana aus Licht“ (Stuttgarter Zeitung), so der Titel eines Beitrags über die Ausstellung „Lightopia“ im Vitra Design Museum, Weil am Rhein. Der Artikel erschien im Kulturteil der Stuttgarter Zeitung am 22.2.2014, genau an dem Tag, an dem ich mich ohnehin zum Museumsbesuch an den Oberrhein aufgemacht hatte. Die Ausstellung zur Technik-, Kultur- und Designgeschichte des künstlichen Lichts durchleuchtet Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft jener Erfindungen, die den jahrtausendealten Rhythmus von hell und dunkel und Tag und Nacht in den letzten 150 Jahren gewaltig durcheinander gewirbelt haben. Heute stehen wir erneut vor einer Revolutionierung des künstlichen Lichts. Galt noch bis vor kurzem die gute alte Glühbirne mit all ihren Weiterentwicklungen als Basisleuchtkörper jeglicher Art von künstlicher Beleuchtung, so hatten bereits neuartige Leuchtkörper das Spektrum künstlicher Belichtungsarten in den letzten Jahrzehnten erheblich erweitert. Und heute stehen wir mit der Einführung von LEDs und anderen Lichtträgern erneut vor einem Paradigmenwechsel der künstlichen Beleuchtung – der Digitalisierung des Lichts. Betritt man den

Die Stadt. Vom Werden und Vergehen

Unter diesem Titel habe ich Ende 2010 eine spannende Ausstellung von Fotokünstlern der Agentur Ostkreuz in München besucht. In der ersten Hälfte 2010 wurde diese große OSTKREUZ Fotoschau bereits in der Galerie C/O Berlin gezeigt, später auch an anderen Orten. Heute nehme ich wieder das hervorragende Buch über die Ausstellung aus dem Hatje Cantz Verlag in die Hand. Und wieder bin ich fasziniert von diesen grandiosen Bildern.

Sound of Heimat – Deutschland singt!

Gleich zu Beginn fühlen sich alle angesprochen, als der junge Chorleiter sich umdreht, das Publikum freundlich anspricht, den Text vorgibt und einlädt mitzusingen. Und tatsächlich stimme ich mit den meisten Zuschauern der Dok Night im Haus des Dokumentarfilms Stuttgart in das eingängige Lied ein. Mit dieser gelungenen Überraschung werden wir im wahrsten Sinn des Wortes eingestimmt auf die Reise des neuseeländischen Musikers Hayden Crisholm durch deutsche Lande. In vielen Teilen der Welt sei er schon gewesen und hat überall Musik als gelebte Kultur erfahren. In Deutschland jedoch sei dies anders. Deshalb zieht er jetzt los, um der wirklichen Volksmusik jenseits des Musikantenstadels auf die Spur zu kommen. Im Dokumentarfilm Sound of Heimat startet die Deutschlandreise in einer Stadtteilkneipe in Köln am Rhein. Hier wird am Sonntag immer gesungen, musiziert und getanzt, dass jeder sich traut und daran erfreuen kann. Am Rhein findet er aber auch krassen Rap, der an die Musiktradition der von den Nazis verfolgten Edelweisspiraten anknüpft. Weiter geht es dann

Fotoausstellung: Die Alpen jenseits der Ansichtskarte

Die in der Galerie Stihl, Waiblingen gezeigte Ausstellung „Jenseits der Ansichtskarte – Die Alpen in der Fotografie“ ist jetzt den Alpen etwas näher gerückt. Sie wird nun bis zum 25. Mai 2014 im Vorarlbergmuseum in Bregenz gezeigt. Wer einen Besuch an den östlichen Teil des Bodensees plant oder auf dem Weg zum Skifahren ist, sollte einen Halt in Bregenz einplanen und diese Ausstellung unbedingt besuchen. Egal wie man zu den Alpen steht und sich ihnen nähert, durch den Blick der Fotokünstler auf die Berge werden dem eigenen Bild von den Alpen weitere hinzugefügt. Linktipps Hier habe ich auf www.theoslife.de über den Ausstellungsbesuch in der Galerie Stihl berichtet Ausstellungskatalog im Hirmer Verlag

Martina Guse spielt und singt Zarah Leander

„Zarah – Das totale Lied“ von Peter Lund. Das kleine Theater La Lune in der Haussmannstrasse hat wieder eingeladen. Vor der Vorstellung passend zum Programm, köstliche Schwedische Lachscremesuppe. Der große deutsche Star aus Schweden hat 40.Geburtstag. Zarah Leander, eindrucksvoll verkörpert von Martina Guse, starrt auf das Telefon. Sie spricht mit dem schwarzen Apparat, beschwört und beschimpft ihn – aber keiner ruft an. Niemand nimmt ihren Geburtstag zur Kenntnis: „Alles still hier – zu still!“ – Sie leidet hörbar, sichtbar. Zarah Leander, die Diva, die

Feuer und Flamme

Mich hat ungemein fasziniert, wie wir in einem Fahrradrahmenbaukurs die einzelnen Rohrteile – auf Maß gebracht und die Verbindungen sauber gefräst – mit gekonnter Schweiß- bzw. Löttechnik, vorwiegend des Meisters (Christian Pyttel in Rastatt) zu einem funktionstüchtigen Rennradrahmen verbunden haben. Von diesen Techniken wollte ich noch mehr erfahren und vor allem wollte ich noch mehr selbst ausprobieren. Die Idee war, dass sich der Umgang mit dem Schweißbrenner beim Verbinden von alten Eisenteilen („Schrott“) recht gut selbst erlernen lassen müsste. Bei kleineren kreativen Objekten und Skulpturen ist ja nicht die Festigkeit wie bei einem Fahrradrahmen erforderlich. In der Kunstschule der VHS Filderstadt haben wir dann ein passendes Angebot gefunden und jetzt gemeinsam mit lieben Freunden an einem Wochenendkurs für kreatives Schmieden und Schweißen teilgenommen. Die Schmiede in Bonlanden ist für diesen Kurs hervorragend geeignet. Hier hatten

Siegfried Kracauers Fotonachlass

Mit der S-Bahn am Abend quer durch die Region nach Marbach auf die Schillerhöhe. Im Vortragssaal des Literaturmuseums der Moderne ein Foto im kleinen Format an die Wand projeziert. Es zeigt eine menschenleere Kreuzung mit Häuserzeilen einer unbekannten Stadt – im Vordergrund nur der Schatten eines einzigen Paares. Das Bild ist aus dem Nachlass Siegfried Kracauers und die Schatten stammen vermutlich von ihm und seiner Frau. Zum Anlass des 125. Geburtstages Siegfried Kracauers am 8.2.2014 hat das Literaturmuseum der Moderne eingeladen, einen Blick in den Fotonachlass des Soziologen und Philosophen zu werfen. Neben zahlreichen

CaffeBar Hölderlin

„Was kümmert mich der Schiffbruch der Welt, ich weiß von nichts als meiner seligen Insel.“ (Friedrich Hölderlin) Ich mag die warmen Farbtöne der geschmackvoll eingerichteten CaffeBar Hölderlin in der oberen Schwabstrasse. Einmal in der Woche dort am Hölderlinplatz im Stuttgarter Westen vorbei zu schauen, ist mir inzwischen zur lieben Gewohnheit geworden. Auf dem Weg zum Spanischunterricht lasse ich mir jeden Donnerstagmorgen von der sympathischen Babette erstmal