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Ein Tag in Sevilla

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Seit über 10 Jahren fahre ich regelmäßig im Frühjahr nach Andalusien zum Radfahren. Klar, dass dabei der Besuch grosser Städte nicht im Vordergrund steht. So ist es auch nicht verwunderlich, dass ich noch nie in der Hauptstadt Andalusiens, in Sevilla war. Die Warnungen von Kennern, dass diese Stadt meist vor Hitze glüht und es dort an warmen Tagen kaum auszuhalten ist, bestärkten mich noch darin, auf einen Sevillabesuch zu verzichten.

Bei meinem Aufenthalt in diesem Jahr stand aber Sevilla fest auf dem Programm. Es tut ja auch gut, ab und an eine Trainingspause einzulegen, und mit einem Stadtbummel und etwas Kultur die Eindrücke von Land und Leuten zu erweitern.  In einer Stunde Fahrt erreichte ich von der Sierra de Cadiz aus mit dem Mietauto bequem Sevilla und fand im Schatten von Platanenbäumen recht zentral in der Avenida de Guardia Civil einen bewachten Parkplatz.

Zu den Sehenswürdigkeiten Sevillas seien es zu Fuss nur wenige Minuten, versicherte mir der Parkwächter, und tatsächlich fand ich gleich um die Ecke den Eingang in den Parque de Maria Luisa, einen der größten und schönsten Parks dieser Stadt.

Schon als ich den Park an der Plaza América am Morgen betrat, war ich von der Atmosphäre in dieser grünen Lunge der Metropole beeindruckt:  Familien mit Kindern liefen entspannt umher, Jogger drehten ihre Runden, und ganz bequeme Besucher liessen sich in Pferdekutschen durch die Anlagen chauffieren. Wenige Schritte weiter, hinter dem Museum für Volkskunst in einem grandiosen Palast, kunstvoll angelegte Gartenanlagen und exotische Baumriesen.  Dazwischen schmucke Pavillons, vielfältige Skulpturen und phantasievolle Brunnen, fast wie in einem Märchengarten.

Die Leute schlendern in Gruppen ruhig durch die Anlagen, setzen sich auf den Rasen oder entspannen sich auf einem der zahlreichen Bänkchen. Ich passte mich diesem Rhythmus an und wanderte relaxt weiter bis zum berühmten Plaza de Espana. Hier war es ganz anders.

Keine schattenspendenden Bäume und entspannte Ruhe, dafür gleißende Sonne und Scharen von Touristen aus aller Welt auf dem berühmten Platz mit  dem gewaltigen Rundbau, in dem sich u.a. das Militärgeschichtsmuseum befindet. Hier blieb ich nur ein knappes Viertelstündchen unter dem Bogengang des den riesigen Platz halbumspannenden Monumentalbaus und ließ das bunte Treiben kurz auf mich einwirken, um mich gleich wieder in das kühlende Grün der herrlichen Gärten und mächtigen Baumriesen zu verabschieden.

Die Zeit verging und ich bemerkte gar nicht, dass ich mich bereits mehr als drei Stunden im Maria Luise Park von Sevilla aufgehalten habe. Ich bin dann einfach dort geblieben und brauchte mir von Sevilla nichts anderes mehr anschauen.

Ein toller Tag in Sevilla, den ich noch lange in Erinnerung  behalten werde.

2 Kommentare

  1. Schläfke, Ulla sagt

    Hallo Reinhold, scheint dir ja wirklich gut zu gehen und dein spanisches Abenteuer beseelt dich zu interessanten Erlebnissen.
    Ich habe Sevilla auch als sehr heiß wahrgenommen, obgleich es April war. Aber diesen Park habe ich nur gestreift – er hört sich gut an.
    Genieße deine Zeit dort, bis es wieder zurück geht. Ich bin schon fast auf dem Abflug nach USA und komme Mitte Juli dann wieder.
    Herzlicher Gruß, Ulla

    • Theo sagt

      Liebe Ulla,
      danke für die Rückmeldung und eine schöne Zeit in USA.
      Herzliche Grüsse
      Reinhold

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