Natur, Reisen
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Bachwanderung

Hochtobelbach

Hochtobelbach

Nach dem völlig verregneten Sonntag haben wir heute den von unseren Freunden wärmsten ans Herz gelegten historischen Wasserwanderweg „Stiller Bach“ in Weingarten erkundet.
Aus der Stadt geht es zunächst eine gute halbe Stunde steil hinauf in den Wald bis zum herrlich gelegenen Freibad Nessenreben, von dort über eine Wiese am Hofgut Nessenreben bis zum Wald.
Nach etwa 200m im Wald kommt dann überraschend neben dem fast ebenen Weg recht flott der vor über 800 Jahren von den Mönchen des nahen Klosters kunstvoll angelegte „Stille Bach“ daher – als Teil eines weitverzweigten Kanalsystems und bis heute einzigartig gut erhaltenen Bauwerks intelligenter früher Wasserbewirtschaftung.

Stiller Bach

Stiller Bach

Wir folgen dem Weg bis zum uralten Stausee Rößlerweiher, geniessen die Einsamkeit und Ruhe anfangs der Woche in dieser Idylle und sparen uns die Umrundung des Weihers.
Stattdessen kehren wir über die feuchte Wiese zurück bis zu der Stelle, wo ein paar glitschige Stufen hinunter zum schmalen Weg Richtung Lauratal und Ravensburg abzweigen.
Die Wildnis des Hochtobelbachs tief unter den Hängen des Lindenbergs nimmt uns rasch gefangen und fordert auch unsere ganze Aufmerksamkeit. An einigen Stellen ist es nach den starken Regenfällen schon arg nass und rutschig. Am steilen Hang entdecken wir auch kleinere Bergrutsche und hinabgestürzte Bäume, so dass wir schon froh sind, als der Weg den Bachlauf verlässt und auf der anderen Hangseite etwas höher weiter geht.
Nun überqueren wir ein Stück weiter unten die Straße nach Schlier im Lauratal und wandern auf der anderen Seite den kommod ansteigenden Weg oberhalb der Scherzach hinauf. Nach einigen Kehren und 1 Std. Fußmarsch erreichen wir in einer Lichtung auf der Höhe den kleinen Lanzenreuter Weiher.

Lanzenreuter Weiher

Lanzenreuter Weiher

Hier stoßen wir auf den oberschwäbischen Teil des Pilgerweges mit der Jakobsmuschel, der uns noch ein kleines Stück durch den Forst führt.
Kurze Zeit später schauen wir bereits von den Äckern oberhalb der Stadt Ravensburg weit hinunter ins Schussental.
Erst eben, dann leicht bergab durch die Felder – zum Schluss an einem Gütle mit übervollen Apfelbäumen vorbei, die auf dem nahen Hof in Beutel abgepackt auf einem Leiterwägele verführerisch zum Verkauf angeboten wurden.- 1,5 kg ungespritzte leckere Äpfel für 1 Euro haben allemal Platz im Rucksack.
Schon erreichen wir die ersten Häuser der wohlhabenderen Ravensburger Bürger – naturnah in bester Lage, aber im hässlichen „Neureichen“ Baustil. Schnell gehen wir an der Leidinger Brauerei zur Linken und dem Friedhof zur Rechten steil in die schöne Altstadt runter und geniessen in der Marktstrasse ausgezeichneten Kaffee und Kuchen bei der Chokolaterie Henger – sehr lecker!
Rundum eine schöne und abwechslungsreiche Wanderung von ca. 4 Stunden Dauer.
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