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Grenzwanderung

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Städte waren einst durch Stadtmauern begrenzt. Wo sind heute die Grenzen unserer Stadt?

Das herrliche Herbstwetter hat uns hinaus gelockt zu einer kleinen Wanderung entlang der südlichen Stadtgrenze Stuttgarts. Ungefähr dem Tour-Vorschlag Nr.9 aus dem Stuttgarter Grenz-Wanderbüchlein folgend, sind wir bei angenehmen Temperaturen am Bahnhof Vaihingen gestartet und bis Plieningen gewandert.

Durch ruhige Wohnstrassen folgten wir zunächst der Bahntrasse gen Süden bis zum Wald, wo bald schon das Hintergrundrauschen die nahe Autobahn erahnen ließ. Hier hielten wir uns

parallel zur A8 stets gen Osten und erreichten nach ca. einer Stunde auf breiten Waldwegen bequem die offenen Filderflächen zwischen Dürrlewang und Möhringen.
Mit Blick auf den langen Stau auf der A8 zur Rechten erreichten wir über Felder und Streuobstgärten rasch die verkehrsreiche Nord-Süd-Straße, unterquerten diese und wanderten dem Fasanenhof entgegen.

Wir gingen in einem schön angelegten Spiel-und Grünstreifen – dem Janusz-Korczak-Weg – durch die ruhige Wohnsiedlung und staunten, was sich in letzter Zeit alles getan. Viele der Häuser aus der Nachkriegszeit wurden modernisiert, der Fasanenhof ist mit der U6 inzwischen ans Stadtbahnnetz angeschlossen und der komplette Neubau des zuletzt recht maroden Zentrums am Europaplatz steht kurz vor der Vollendung.

Das anschließende monotone Gewerbegebiet am Schelmenwasen kann man sich sparen, wenn man eine Haltestelle mit der U6 fährt. Dahinter wäre der Blick auf die Filder wieder frei, wenn nicht die riesengroße Anlage für die Tunnelbauarbeiten im Rahmen des Neubaus der Bahnstrecke Ulm-Stuttgart die Sicht versperren würde.

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Zum Glück fanden wir neben dem Bauzaun gleich den Zugang in das Naturschutzgebiet Weidach-und Zettachwald, wo wir wieder ungestört unsere Grenzwanderung durch den ruhigen Wald gen Osten fortsetzen konnten, wobei die eigentliche Stadtgrenze hier die A8 bildet.
Am Ende des Waldes erfreuten wir uns erneut an herrlichen Obstbaumwiesen über der Körsch, die von den aus den Fildern kommenden Bächen (Hattenbach, Frauenbronnbach, Koppentalbach) hier weiter reichlich Zufluss erhält.

Als wir nach ca. 4 Stunden die ersten Häuser von Plieningen erreichten, waren wir bereits in freudiger Erwartung auf einen leckeren Flammkuchen und ein kühles Getränk im Biergarten des Wirtshauses Garbe. Bis dort mussten wir nur noch einmal entlang der Filderhauptstrasse über die Körsch, um dann am Rande des Exotischen Gartens von Hohenheim unser Ziel unter Kastanienbäumen zu erreichen.
Mit der U8 – die Endhaltestelle Plieningen ist nur wenige Meter entfernt – fuhren wir nach ca. 15 km Wanderweg wieder entspannt zurück bis Vaihingen.

Tipps:
Dieter Buck, Harald Schukraft, Stuttgarter Grenz-Wanderungen, Silberburg-Verlag, Tübingen (ISBN-3-87407-551-6)

Und zum Runterladen die schönen informativen Flyer des Regierungspräsidiums Stuttgart
– „Mit der SSB in die Stuttgarter Streuobstwiesen“ hier
und
– „Mit der SSB in die Naturschutzgebiete in und um Stuttgart“ hier

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