Gesellschaft
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Rentnerleben

Nun bin ich bereits über 2 Jahren nicht mehr berufstätig und genieße nach wie vor den neuen Lebensabschnitt.  Ein wohl naheliegender Aspekt dieses neuen Daseins ist, dass ich überall anderen Rentnern begegne. Ständig sehe ich Rentner und  treffe auf Rentner: im Café, in der U-Bahn, beim Einkaufen, ….

Als Berufstätiger habe ich sie höchstens bei einer Abschiedsfeier im Betrieb bewusst wahrgenommen, ansonsten waren Rentner überhaupt nicht in meinem Blickfeld. Immer geschäftig und in Eile habe ich sie wohl auch gar nicht sehen wollen.

Ja, wir sind viele, ich gehöre dazu und ich höre genauer hin. Neulich habe ich im Café Folgendes

aufgeschnappt:

„Wenn de in Rente gehst, fangen die Wehwehchen an.

Die wissen schon, wie sie uns klein kriegen.

Dann wird mir immer gesagt: Sie haben ja jetzt weniger Unkosten.
Von wegen – ich muss ja die Telekom bezahlen, usw.

Letztes Jahr war ich auch hier. Da konnte ich noch überall mit dem Fahrrad hin.

Nu hatte ich einen Schlaganfall – und nichts geht mehr.
Hab ’n Behindertenausweis – 100%.

Wir hatten immer ’n Hund.
Jetzt haben wir ’ne Dogge – 13 Wochen alt. –
Die hat ’ne Kraft – is schon sauber, aber macht noch alles kaputt.
‚Ne Perserkatze haben wir auch.“

Wie die Geschichte weiter ging, kann ich nicht sagen. Ich musste gehen und bat die Bedienung um die Rechnung.

Was ich beim nächstem Mal wohl hören werde?

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