Ausstellungen, Fotografie
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Berliner Stadtansichten

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Europäischer Monat der Fotografie in Berlin, die größte Fotoschau in Deutschland mit insgesamt 130 Ausstellungen – aber nur 4 Tage Zeit – wie soll das gehen, wenn man auch noch die Tochter besuchen möchte und liebe Freunde treffen?

Beschränken – lautet die Devise, z.B auf die Stadtansichten von Karl-Ludwig Lange, die derzeit an 10 Standorten – über ganz Berlin verteilt – gezeigt werden. Auch hier galt,

weniger ist mehr, also wieder auswählen.
So haben wir nur die Präsentationen im Pankow Museum, in der alten Feuerwache Friedrichshain und in der Kommunalen Galerie Berlin- Wilmersdorf angeschaut, auch wenn sich sicher erst nach dem Besuch aller 10 Aussstellungsorte das Gesamtbild der Stadt Berlin erschließt, wie es der Stadtfotograf Karl-Ludwig Lange in seinen Bildern zeigt. Es ist nicht das Klischee Berlins, wie oft vom Tourismus-Marketing angeboten, Karl-Ludwig Lange streift durch die Stadt und zeigt die Vielfalt, die Heterogenität und den Wandel der Lebensräume im großen Kosmos Berlin. Mir gefällt diese Arbeitsweise sehr.

Das, was wir allein in den 3 Ausstellungen von Lange über die Berliner Jahre 1973-2004 gesehen haben, ist bemerkenswert. Auf den ersten Blick sind es recht nüchterne sachliche Aufnahmen. Beim genauen Hinschauen und Betrachten der Details wird erst sichtbar, wie sehr sich der Fotograf mit der Stadt und ihren Menschen verbunden fühlt.

Im Pankow-Museum führte er uns an der Mauer entlang zwischen Wedding und Prenzlauer Berg. Während der Teilung der Stadt Fotos von der Aussichtsplattform im Westen aus. Nach der Wende Bilder vom Abbau der Mauer und den Veränderungen danach.
Eine Weile hängen geblieben bin ich an den Bildserien, die Menschen an einer Straßenkreuzung im Osten zeigen, darunter Passanten im damaligen Zentrum der Stadt im Westen.

In der alten Feuerwache sahen wir dann den Westen nach dem Mauerbau, die Läden in Kreuzberg, das Märkische Viertel, Schöneberg und den Gasometer. Besucher, die sich auskennen an den gezeigten Orten, tauschen sich über die Veränderungen aus. Meine Aufmerksamkeit blieb bei anderen Fotos hängen: Tanztee im Freien – Seeterasse.

In der Kommunalen Galerie schließlich Fotos von der Kreuzung am Kranzler Eck und eine Langzeitstudie über den Hackeschen Markt und die Rosenthaler Strasse – in den ersten Jahren nach der Wende Baustelle – heute einer der großen Touristen-Anziehungspunkte der Stadt.

Ein Katalog der gesamten Ausstellung ist im Nicolai-Verlag erschienen.

Hier zur Homepage des Künstlers

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