Ausstellungen, Fotografie
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photo 15 Zürich

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Von 09. bis 13. Januar 2015 stellen wieder über 140 Fotokünstler vornehmlich aus der Schweiz ihre fotografischen Arbeiten in den Maag Hallen Zürich aus. Ob die photo 15 Zürich dem Anspruch gerecht werden kann, die Schweizer Fotografie umfassend darzustellen, mag dahin gestellt sein.

Wie in den letzten Jahren wollte ich auch bei der 10. Fotoschau dieser Art wieder in Zürich dabei sein und habe mich auf den Weg in die Maag Hallen gemacht.
Beim Gang durch die dicht an dicht präsentierten Arbeiten fällt es nicht leicht den Überblick zu bewahren. Eine Ordnung gibt es nicht. Themen, Techniken oder Darstellungsweisen – alles quer Beet. Neben vielem Vertrautem und schon einmal so oder ähnlich Gesehenem lassen sich hier auch immer Arbeiten entdecken, die ein bekanntes Thema neu oder auf eine überraschend andere Art fotografisch umsetzen.

Natürlich stoße ich auch wieder auf eine Reihe von Arbeiten, die sich mit dem Heimatland der Schweiz oder den schweizerischen Alpen fotografisch auseinandersetzen. Obwohl in den Herangehensweisen gänzlich unterschiedlich, haben mich dieses Mal die Arbeit über die Schweiz weniger angesprochen.

Dafür sind mir zwei Reise-und Sozialreportagen aus der Fremde ins Auge gesprungen.

Der Basler Fotograf Maros Kostas und Brigitte Kraus, Fotografin aus St. Gallen, stellen die Schattenseiten der gesellschaftlichen Entwicklungen und das drastische Elend in der fernen Mongolei dar. Maros Kostas zeigt das Leben ganz unten, wenn er auf einer schwarz/weiss Aufnahme einen obdachlosen alten Mann ablichtet, wie er sich auf schneebedeckter Strasse liegend am Dampf wärmt, der aus einem Kanalisationsschacht emporsteigt, während Kinder im Hintergrund zur Schule gehen. Der Anblick für sie offenbar gewohnter Alltag. Brigitte Kraus zeigt auf einem Bild alte Industrien, die ihren Schmutz über gewaltige Schornsteine auf Mensch und Landschaft abladen.

Im krassen Kontrast dazu und einem ganz anderen Genre dagegen bewegt sich Mirjam Kluka. Sie inszeniert mit ihrer Serie „Carte Blanche“ auf märchenhafte Weise weibliche Modelle in riesigen weißen Origami-Papier-Faltarbeiten.

Carla Kiefer und Oliver Bartenschlager bieten wiederum aus ihrem dafür spezialisierten Züricher KiBa-Studio fein komponierte food Photographie.

Ursula Maria Mayer aus Zürich beteiligt sich mit der Arbeit „water machine“ und surrealistisch wirkenden Aufnahmen von einem Brunnen an der Photo 15.

Eigenwillige Porträts junger Männer sind Daniel Kunz in Spanien gelungen.

Den mysteriösen litauischen Wallfahrtsort „Hill of Crosses“ hat Christoph Köstlin besucht und verwirrend fremd wirkende Fotos junger patriotischer „Kreuzträger“ mitgebracht.

Das Programm der Fotoschau und alle ausstellenden FotografInnen finden sich auf der Homepage von photo 15 Zürich, und hier meine Berichte von 2013 und 2014.

Hier nun auch die Rückschau der Veranstalter mit Bildern von der Veranstaltung und einem link zu den Presseberichten.

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