Ausstellungen, Fotografie
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Photoweekend Düsseldorf 2015 – 1.Teil

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Begeistert von den Besuchen der letzten Jahren, habe ich mich auch dieses Wochenende wieder an den Rhein begeben, um in die faszinierenden Foto-Bilderwelten einzutauchen. Es hat sich bewährt mit dem Rundgang im NRW-Forum zu beginnen. Mit den Freunden aus Münster studierten wir noch einmal das gegenüber dem Vorjahr enorm erweiterte Programm und berieten kurz, was wir uns anschauen wollten. Der Besuch aller 4O Galerien und Ausstellungen ist an einem Wochenende ohnehin nicht zu bewältigen.

Der Start mit den über 250 Arbeiten der „neuen Fotografie in Italien aus den Jahren 1932-1960“ in der „NeoRealismo„-Präsentation im NRW-Forum erwies sich als guter Einstieg in das Fotowochenende. Hier konnten wir sehen, dass sich in diesem Zeitraum der neue realistische Stil auch in den unterschiedlichsten Darstellungsformen der italienischen Fotografie entwickelt hat.
Die gezeigten Aufnahmen stammen aus journalistischen Reportagen in der sich neu formierenden Republik, aus ethnographischen Studien über entlegene Gegenden des vielfältigen Landes und von den auch in Italien entstandenen fotografischen Zirkeln und Vereinen. Einzelne Arbeiten entfalten für sich allein schon eine solch starke Wirkung, dass sie sich mir ins Gedächtnis einprägen werden, wie das Foto von Fulvio Roter mit dem Mann, der seine Lasttiere durch die einsame Winterlandschaft Umbriens führt, oder die recht probagandistisch wirkende Aufnahme einer jungen Mutter mit ihren neun Kindern im kargen Heim – im Hintergrund mit Gegenlicht unscharf eine Männerfigur, darüber das Wahlplakat „Vota Comunismo-vota contro Dio“.

Im anderen Flügel des NRW-Forums bietet die Art Collection der Deutschen Börse mit der Themenschau „Human Nature“ und Arbeiten zeitgenössischer Fotokünstler spannende Positionen zum Thema. Die Herangehensweisen und künstlerischen Ausdrucksformen sind so vielfältig wie die dargestellten Themen und Motive: Mike Brodie mit seinen Bildern von Fahrten auf Güterzügen quer durch Amerika, Simon Norfolk mit großformatigen Bildern von Spuren der Kriegs-Hinterlassenschaften in Afghanistan, Pentti Sammallahti mit seinen skurrilen und witzigen Darstellungen von Mensch und Tier in Landschaften aus aller Welt, und Sebastiāo Salgado mit Aufnahmen aus seinem „Genesis“-Projekt haben mich besonders angesprochen.

Nach diesem tollen Einstieg haben wir uns für den Nachmittag zur Abwechslung einen ganz anderen Programmpunkt ausgewählt – Foto-Shooting bei Foto-Koch in der Innenstadt. Dazu und zu den Galeriebesuchen am nächsten Tag mehr in weiteren Blogartikeln.

Photoweekend 2015 – 2. Teil

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