Ausstellungen, Fotografie
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Photoweekend Düsseldorf 2015 – 2. Teil

Die Düsseldorfer Carlstadt halte ich für eines der schönsten Quartiere vom alten Düsseldorf. Die Dichte der Galerien dort, die sich am Photoweekend beteiligten, ist hier am größten, die Wege sind nicht weit und einige befinden sich im gleichen Gebäude. Da lag es nahe, sich an diesem trüben Sonntag mit dem Fotogalerien-Spaziergang auf die Gegend rund um den Carlsplatz zu beschränken.

Das heute malerische Hinterhofareal mit der Galerie Clara Maria Sels, der TZR Galerie Kai Brückner und der Sies + Höke Galerie liefert das passende Ambiente für künstlerische Qualität und Vielfalt.

Die Fotos und Installationen der Schweizer Künstler Taiyo Onorato & Nico Krebs bei Sies + Höke befassen sich mit der gebauten Umwelt und ermöglichen dem Betrachter durch ihre angedockten Holz-Konstruktionen andere Perspektiven auf Gebäude und Umgebung.
Die frühen fotografischen Arbeiten von Johannes Brus bei Kai Brückner
bewegen sich im mystischen Raum zwischen Fiktion und Realität und erschliessen sich dem Betrachter nicht so leicht. Da ist es sehr hilfreich, wenn der Galerist kenntnisreich und engagiert ein wenig Kunstvermittlung leistet und so besser Zugang zu den Werken von Johannes Bruns ermöglicht. Die großformatigen farbigen fotografischen Darstellungen mit Figuren aus fernöstlichen Kulturkreisen sind für mich echte Hingucker und gefallen mir in ihrer monumentalen Schönheit einfach so.
Bei Clara Maria Sels spannende Entdeckungen: Peter Marifoglu mit seinen Bildern der großen Leere einerseits und persönlichen Dichte auf der anderen Seite. Dann die harten Schwarz-Weiss Kontraste in den Fotos urbaner Landschaften von Gabriele Croppi.

Ein paar Schritte weiter gegenüber dem Stadtmuseum fanden wir zur Mittagspause Platz in der urigen Kneipe Zicke . Am Tresen zwischendurch ein nettes Stadtgespräch mit einem Düsseldorfer Urgestein.

Fortgesetzt haben wir unsere Photoweekend-Auswahl schließlich in der Direkt Art Gallery mit frühen meditativen Fotos von Gotthard Graubner aus einem tibetischen Kloster und den farbigen Lichtbildern des jungen Künstlers Aaron Fahlefeld.

Auf dem Weg zurück zum Carlsplatz in der Villa Grisebach noch über die witzigen FAZ-Werbe-Fotos von Alfred Seiland geschmunzelt und bei Beck & Eggeling die „Stillleben“ von Joachim Bohm bestaunt.

Mehr ging nicht und war nicht nötig. Auch das 4. Photoweekend Düsseldorf wird eindrucksvoll in Erinnerung bleiben. Den Machern darf man für diesen Erfolg gerne gratulieren. Ich freue mich schon auf ein Wiedersehen am Rhein Anfang 2016.

Photoweekend 2015 – 1.Teil

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