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Radregion Unterallgäu

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Seit über 20 Jahren radeln wir mit unserer Rennrad-Gruppe, die wir „Umwerfer“ nennen, alljährlich für eine Woche durch die schönsten Landstriche in Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich.
Nach der weiten Anreise in den Süden Frankreichs im vergangenen Jahr wollten wir jetzt in der näheren Umgebung bleiben.
So haben wir die Region Unterallgäu ausgewählt. Obwohl von Stuttgart aus nur etwa anderthalb Stunden mit Auto oder Bahn entfernt, kannten meine Radkameraden und ich diese herrliche Radregion kaum.

Es war eine gute Wahl, denn die Landkreise Unterallgäu und das benachbarte Ostallgäu bieten alles, was Radlerherzen höher schlagen lässt – flache Täler zum Einrollen, moderate Anstiege auf gut ausgebauten, kaum befahrenen Straßen, aber auch knackige Steigungen bis 14%.

Für jeden Geschmack und Trainingszustand kann man hier sehr reizvolle Radtouren zusammen stellen. Das Radportal Unterallgäu oder die in den Touristikbüros erhältliche kleine Radl-Broschüre und eine Radkarte der Landkreisverwaltung bieten dazu zahlreiche Vorschläge und Anregungen.
Als Ausgangspunkte bieten sich die Städte Bad Wörishofen, Mindelheim und Ottobeuren an, oder die kreisfreie Stadt Memmingen.

Gleich am ersten Tag bot uns der Prolog auf der Anhöhe zwischen dem westlichen und östlichen Günztal einen phantastischen Blick auf die Allgäuer Alpen. Nach einer rasanten Abfahrt gönnten wir uns dann in Obergünzburg einen leckeren Kuchen, um für die Rückfahrt gerüstet zu sein. Dem Radweg entlang der östlichen Günz folgend, fiel uns in Ronsberg auf, dass hier bei den Anstiegen aus dem Tal selbst auf den Radwegebeschilderungen die Steigungen in Prozent angegeben waren. Eine gute Idee! Am ersten Tag waren uns die 10% Steigung hier dann doch zu viel. Wir rollten weiter im Tal entlang.

Die ganze Woche erfreuten wir uns an der herrlichen Landschaft, staunten über die kulturellen Schätze und Sehenswürdigkeiten und wurden immer vertrauter mit der heiteren bayerisch-schwäbischen Lebensart der Einheimischen. Noch nicht von Touristenmassen gestresst, sind die Menschen hier sehr freundlich und entgegenkommend zu ihren Urlaubsgästen.
Sicher hat die an Ausgleich und Balance orientierte ganzheitliche Gesundheit-und Lebensphilosophie von Sebastian Kneipp nicht nur bei den vielen Kurgästen und Kneippanhängern Spuren hinterlassen, sondern auch bei den Landsleuten in seiner Heimat.

Am Ende der Radlwoche im Unterallgäu waren wir uns einig, dass wir hier eine unserer schönsten Radurlaubswochen verbracht hatten und wir gerne wieder kommen wollen.

2 Kommentare

  1. Harr Manfred sagt

    Beim Lesen des Berichts bekommt man richtig Lust in dieser Region zu radeln.

    • Theo sagt

      Lieber Manfred, Danke für Deine Rückmeldung. Ja, Unterallgäu ist wirklich eine gute Empfehlung für alle ambitionierten Radler, für die Genießer und auch für kulturell interessierte Radlfreunde.

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