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Kunst und Schokolade – 10 Jahre Museum Ritter

Museum Ritter

Museum Ritter

Bei meinen Radausflügen und Wanderungen in den nahen Naturpark Schönbuch komme ich immer wieder auch bei RITTER SPORT in Waldenbuch vorbei. Den Blick ins Grüne vom Museums-Café habe ich bei Kaffee und Kuchen schon oft genossen, und im Schoko-Shop nebenan konnte ich einige Male auch nicht widerstehen. Im Kunstmuseum Ritter war ich bislang jedoch noch nie.

Nun, zum 10 jährigen Bestehen dieses Jahr, wollte ich doch einmal auch der Kunst hier meine Aufmerksamkeit schenken und nicht nur den Köstlichkeiten drum herum.

Der ansehnliche Museumsbau des Schweizer Architekten Max Dudler hinter den Fabrikations- und Verwaltungsgebäuden der Schokoladenfabrik besteht aus einem großen Quader mit einer mittigen Glasfront, die sich als Durchgang zum Naturschutzgebiet und zur Terrasse des Museumscafés weit öffnen lässt.

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Auch bei der umfangreichen Kunstsammlung von Frau Marli Hoppe-Ritter, der Miteigentümerin von RITTER SPORT, steht die geometrische Figur des Quadrates im Mittelpunkt.
Zugegeben, ich war vor dem Besuch etwas skeptisch, denn mit geometrischer Kunst glaubte ich wenig anfangen zu können und mir schien die Verbindung vom Schoko-Marken-Slogan „Quadratisch-Praktisch-Gut“ zum Motto „Quadratisch.Praktisch.Kunst!“ ein wenig arg überstrapaziert. Insofern war es nicht verwunderlich, dass der konkrete Anlass zum Besuch nicht allein die Jubiläumsschau „Ein Quadrat ist ein Quadrat, ist ein Quadrat…“ war, sondern die Fotoausstellung zum 10.Geburtstag des Museums vom international bekannten Fotografen Horst Hamann.
Der Fotograf hat in den vergangenen 2 Jahren immer wieder das Museum Ritter besucht und in und um das Museum eine Serie starker Schwarz/Weiß-Aufnahmen gemacht. Diese und tolle Porträts der KünstlerInnen, die in den letzten Jahren im Museum Ritter ausgestellt hatten, sind in der aktuellen Fotoausstellung zu sehen.

Das Foto mit dem großartigen Licht-und Schattenspiel, in dem ein Rennradfahrer gerade im breiten Durchgang der beiden Gebäudeteile des Museums eingefangen wurde, hat es mir besonders angetan.

Auch beim Gang durch die Exponate aus der Sammlung konnte ich einige spannende Werke entdecken und war insgesamt überrascht, wie unterschiedlich und vielfältig die Künstler in ihren Werken mit den geometrischen Figuren, Materialien und Farben spielen.

In dem Werk von Vera Molnar sind 9 knallrote Quadrate auf 4 weißen Quadratleinwänden – diese natürlich auch wieder als Quadrat angeordnet – so kunstvoll arrangiert und doch auch wieder wie zufällig hingewürfelt zu sehen, dass es beim Betrachten einen ungeheuren dynamischen Eindruck hinterlässt.

Diese Ausstellungen sind noch bis zum 20.09.2015 im Museum Ritter zu sehen.

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