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Ein Tag in Toledo

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Wenn man länger als ein paar Tage in Madrid verweilt, sollte ein Tagesausflug nach Toledo auch nicht fehlen.

Toledo ist von Madrid mit dem Zug in 30 min. und und mit dem Bus zum halben Preis (10 Euro) in einer knappen Stunde gut zu erreichen.

Die alte Hauptstadt Spaniens und heutige Hauptstadt der autonomen Region Kastilien-de la Mancha wartet mit ihrer mächtigen Kathedrale, den engen verwinkelten Gassen, schönen kleinen Plazas, historischen Klostermauern, Kirchen, und unzähligen weiteren Baudenkmälern und Museen auf, und bietet darüber hinaus auch noch herrliche Panoramablicke in das Umland.

Den besten Blick auf die Stadt und die Region hat man von der Cafeteria der Biblioteca Regional im 9. Stock des gewaltigen Alcazar.

Mir hat Toledo sehr gut gefallen, auch wenn das steile Auf und Ab auf hartem Pflaster doch recht ermüdend ist. Dass Toledo als Weltkulturerbe natürlich auch viele Touristen anzieht, ist klar. Aber jetzt im November hält es sich doch etwas in Grenzen. An einigen, etwas abseits gelegenen, aber nicht weniger interessanten Plätzen, konnte ich sogar fast allein die Sehenswürdigkeiten betrachten. Besonders in den Mittagsstunden, in denen viele Geschäfte schließen und die Einheimischen sich in ihre Häuser zurückziehen, kann man in dieser Jahreszeit recht entspannt herumbummeln.

Die Altstadt ist von der Fläche überschaubar, und doch kann man an einem Tagesausflug nicht alles anschauen.

Als die Sonne sich neigte und die Landschaft in ein magisches Licht hüllte, spazierte ich entspannt zum Busbahnhof. Auf der Rückfahrt schlief ich zufrieden ein, bis mich das Sirenengeheul eines Polizeifahrzeugs aufweckte. Der Straßenlärm ließ mich wissen – ich bin wieder zurück in Madrid.

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2 Kommentare

  1. Hallo Reinhold,
    Toledo ist eine sehr faszinierende Stadt. Ich war dort auch mehrere Male. auch mit meinen Eltern. Das hat immer zum Touri Programm dazu gehört, wenn mich jemand in Madrid besucht hat.
    Wenn ich an Toledo denke fallen mir immer wieder vier Dinge ein:
    1) Wenn man mit dem Zug nach Toledo fährt, startet man in Madrid in der sehenswerten Bahnstation Atocha, die auch wegen des dortigen „Tropischen Regenwaldes“ immer schon bekannt war.
    Allerdings denke ich auch immer an die Opfer des Terroranschlages, die für mich die Bedeutung dieses Ortes verändert haben.
    2) Die wirklich beeindruckende Kathedrale
    3) Alcazar: Man darf nicht das Museum in der Alcazar vergessen. Dieses beschreibt das Kapitel des spanischen Bürgerkriegs 1936. Damals wurde die Burg von Franco Anhängern verteidigt und von Republikanern bestürmt. Es war eine lange und heftige Schlacht.
    Die Dokumentation ist sehr francolastig und einseitig. Wie fast immer, wenn die Sprache auf die Zeit der Diktatur kommt, hört man nur Stille. Auch wenn man fragt. Ich wünsche den Spaniern den Mut mit diesem Kapitel in ihrer Geschichte besser umzugehen.
    4) Eine Schwertschmiede in der Altstadt. Wie im Mittelalter

    • Theo sagt

      Lieber Jens,
      vielen Dank für Deinen Kommentar und Deine Erinnerungen an Toledo. Entschuldige, dass ich erst jetzt antworte, aber Dein Kommentar ist wohl zunächst im Spam Ordner gelandet. Ich würde mich freuen, wenn wie uns weiter über Madrid und das interessante und geschichtsträchtige Umland der spanischen Hauptstadt austauschen.
      Also, dann bis bald

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