Kultur, Reisen
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El mundo del libros

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„Leer bien para vivir mejor“

 

Barrio de las letras
Das alte Stadtviertel der Dichter und Denker wird jeder Madridbesucher kennen lernen. Hier befinden sich mit dem Nationalmuseum Prado und dem Museum Thyssen-Bornemisza einige der bedeutendsten Kunst-und Kulturtempel der Stadt.

Madrid war und ist ein Zentrum der spanischen Kunst und Literatur und ein Mekka für Bücherfreunde. Überall stößt man hier auf Bücher. Selbst an einem Zeitungskiosk sehe ich Goethe und andere Klassikerausgaen neben alltäglichen Zeitschriften im Angebot.

Librerias
In kleinen Cafés gibt es Büchertische oder -regale, und einige Buchhandlungen betreiben in ihrem Laden einen Bistro. Dabei ist der Cafébetrieb oft nicht einmal von den Bücherwelten getrennt, wie man es von den großen Bücherkaufhäusern kennt. Die Bistrotische stehen da direkt bei den Büchern. Alles rechtt unkompliziert – muy relajado!

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Da bleibt es für mich als „Bücherwurm“ gar nicht aus, dass ich das eine oder andere Buch in die Hand nehme und zu Schmökern beginne. Dabei bin ich erstaunt, dass ich doch schon eine ganze Menge verstehe, obwohl ich mich immer noch als Spanisch Sprachanfänger sehe und im Gespräch oft große Mühe habe, die richtigen Worte zu finden.

Natürlich gibt es auf dem großen Flohmarkt Rastro an vielen Ständen haufenweise Bücher zu entdecken. Unweit des Bahnhofs Atocha ist täglich der alte Büchermarkt mit den Librerias Cuesta de Moyano. Hier reihen sich Buchstände mit Antiquariat, Second Hand und vereinzelt auch neuen Büchern aneinander und laden zum Stöbern ein.

In der Calle Embajadores – im Mercado de San Fernando – findet sich  ein gut sortiertes Buchantiquariat, bei dem die Bücher nach Gewicht bezahlt werden.

Bibliotecas
Direkt um die Ecke der Markthalle San Fernando steht ein interessantes Bauwerk, eine Kirchenruine, die heute – architektonisch mit modernen Bauelementen ergänzt – in die Bibliothek de Escuelas Pias der Universität (UNED) verwandelt wurde.  Auf dem Dach ein Café (Gau & Café) mit Terrasse und  herrlichem Blick über die alte Stadt.

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Beim Spaziergang im Stadtviertel fällt ein renoviertes Fabrikgebäude auf. Diese ehemalige Brauerei „Antigua Fábrica de Cerveza El Águila“ hat die Stadt Madrid schön renoviert und in die öffentliche Biblioteca Regional Joaquin Leguane und zum Archiv umgebaut.
Öffentliche Bibliotheken gibt es in jedem Stadtteil. Alle bieten zeitgemäßen Service, sind kostenlos und für jeden leicht zugänglich. Nach Vorlgae des Personalausweises hatte  ich in wenigen Minuten meine Benutzerkarte.
Das am Hang gelegene Gebäude der neuen Bibloteca Ana Maria Matute – oberhalb des Parque El Rio im Viertel Carabanchel mutet mit seiner bizarren Architektur und der Glas-,Beton- und Metallfassade fast wie aus einem Fantasy Film an. Hier hat mich die sehr nette hilfsbereite Bibliothekarin sogar mit gutem Deutschkenntnissen überrascht.

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Ein besonderes Angebot der kommunalen Madrider Büchereien ist die sogenannte Bibliometro – ein Bücherausleihservice in einigen Metrostationen.

Da muss ich mich wohl im Spanischunterricht mehr anstrengen, damit ich in diese faszinierende Welt der spanischen Lieratur eintauchen kann.

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