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Hostal Marisol – Zuhause in Chile

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Für die Dauer meines Chile-Aufenthalts von etwa 2 Monaten wollte ich sehr gerne in einer Familie wohnen, um mehr von der Alltagskultur des Landes mitzubekommen, und auch um täglich Spanisch zu üben.

Nun habe ich mit der Familie Salinas in Valparaíso, die mir die Agentur ChileInside vermittelte, ausgesprochenes Glück.

Vom ersten Tag an wurde ich herzlich willkommen geheißen , und alle geben mir hier das Gefühl, dass ich ganz selbstverständlich zur Familie gehöre, obwohl ich als Rentner hier schon eine Ausnahme bin.

Eigentlich betreibt die Familie ein Hostal, das aber nicht anonym als Gästehaus geführt wird, sondern wie eine Großfamilie in einem Mehrgenerationenhaus. Außer den Gastgebern, Marisol und ihrem Mann Mario wohnen noch die erwachsene Tochter und der studierende Sohn sowie die Großmutter im Haus, Ach ja,  zwei ruhige Katzen und der kleine verspielte junge Hund gehören auch noch dazu.

Dann kommen als weitere Mitbewohner derzeit noch 8 StudentenInnen hinzu, die in den zwei geräumigen Gebäuden bequem Platz finden. In den Semesterferien waren nur die 3 amerikanischen Austauschstudentinnen da, während die Chilenen bei ihren Eltern zu Hause waren.

Die Gastfreundschft hier ist schon einmalig. Alle sind so freundlich, hilfsbereit und liebenswürdig, dass ich mich tatsächlich wie zu Hause fühle. Bei den Chilenen spielt die Familie insgesamt eine sehr große Rolle. An Feiertagen, wie zuletzt an Ostern, kommen auch die Verwandten zu Besuch und auch hier sind alle „Gäste“ wie selbstverständlich mit dabei.

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Dennoch gibt es genug Rückzugsmöglichkeiten, jeder verfügt über ein gut ausgestattetes Zimmer, ein sehr schöner Innenhof (Patio) lädt zum Verweilen ein, auch  im „Wintergarten“ halte ich mich gerne auf, und im Nebengebäude, wo ich mit zwei chilenischen Studenten untergebracht bin, gibt es noch ein Wohnzimmer mit Fernseher für uns. Das Bad teilen wir jeweils auf den Etagen. Und dann ist da noch eine extra Küche, die ich aber so gut wie nie benutze.

Marisol ist nämlich eine ausgezeichnete Köchin und zaubert jeden Tag eine neue Überraschung aus der chilenischen Küche hervor. Selbst für mich als einzigen Vegetarier fällt ihr immer etwas ein, obwohl die fleischlose Kost so gar nicht in die chilenische Küche passt. Auch meiner Vorliebe für jede Art von Sopitas wird sie immer mit neuen Kreationen gerecht.
Seit ich erwähnte hatte, dass ich gerne Rad fahre, stellt mir der Sohn sein Mountainbike wie selbstverständlich zur Verfügung, und als ich für einen Ausflug in die Berge einen Schlafsack brauchte, war es für die Tochter keine Frage, mir Ihren für die Bergtour zu leihen.

Sowohl Marisol wie auch Mario luden uns zu kleinen Spaziergängen ein und zeigten uns dabei die schönsten Seiten ihrer Stadt. Weitere Tipps und interessante Hinweise ergaben sich im Gespräch so ganz nebenbei.

Das Hostsl Marisol liegt in einer ruhigen Sackgasse auf dem Cerro Mariposa in einer nur von einheimischen bewohnten sicheren Gegend. Zu Fuß ist man rasch unten in der Stadt, und eine Bushaltestelle befindet sich in unmittelbarer Nähe.

Oh je, jetzt naht irgendwann doch das Ende meines Chileabenteuers.
So sehr ich mich  auch wieder auf die Rückkehr nach Deutschland freue, wird mir der Abschied von Marisol und der chilenischen Familie sehr schwer fallen.

Wer die chilenische Gastfrundschaft und chilenische Kultur kennen lernen möchte, für den ist das Hostal Marisol in Valparaíso ganz sicher eine gute Adresse.

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  1. Pingback: Chile entdecken und Spanisch lernen – Theos Life

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