Natur
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Wandel mit Ge-NUSS

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Heide von der Natur-und Umweltschutzgruppe NUSS des Deutschen Alpenvereins (DAV) in Stuttgart hat zur Frühjahrswanderung eingeladen – auf uralten Wegen aus dem Neckartal auf die Wangener Höhe. Schon im Herbst waren wir auf den Wandel und Wegen unterwegs, und auch jetzt ist es wieder ein Ge-NUSS, diesen alten Pfaden zu folgen.

Überall gibt es etwas Neues zu entdecken, insbesondere wenn kompetente Leute die Gruppe begleiten und den einen oder anderen Hinweis geben. Dieses Mal war Wolf-Dietrich Paul dabei, der die Wege in-und auswendig kennt und sein Expertenwissen gerne teilt. Als ehemaliger Leiter des Umweltamtes der Stadt Stuttgart, war er massgeblich verantwortlich für die Wiederherstellung dieses historischen Wandel-Wegenetzes. Die Bezeichnung „Wandel“, erklärt er, habe nichts mit freudvollem „Lustwandeln“ zu tun, der Name stamme vermutlich von der Bezeichnung der Flurstücke – den Gewannen.

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Immer war es harte Arbeit, diese steilen Hanglagen zu bewirtschaften. Und auch die gemeinsame Aktion der Stadt Stuttgart, der Obst-und Gartenbauvereine und der privaten Gartenbesitzer, die verfallenen Pfade wieder in ein begehbares Wegenetzes zu verwandeln, stellte eine große Herausforderung dar.

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Dass dies gelungen ist, darauf ist der inzwischen pensionierte Amtsleiter zu recht immer noch stolz. Klar ist ihm daran gelegen, dass die Wege genutzt und begangen werden, denn sie sollen ja nicht erneut zuwachsen. So engagiert er sich auch als Pensionär weiter mit Herzblut für „seine“ Wandel und begleitet und führt gerne interessierte Gruppen auf die Wangener Höhe. Er weiss spannende Geschichten zu erzählen und vergisst nicht, immer wieder darauf hinzuweisen, dass das Projekt nur mit gutem Willen aller Beteiligten und vor allem durch den Einsatz der „Neuen Arbeit“ gelingen konnte.

An einer Stelle der Grenzwandel, an der die Pflastersteine des Weges frei und weiter talwärts hingegen noch vollkommen mit Erde und Gras bedeckt sind, kann man gut erkennen, wie intensiv hier gearbeitet wurde. Wolf-Dietrich Paul berichtet von einem der beteiligten Arbeiter, der nach seinem zeitlichen befristeten Arbeitseinsatz noch ein eine ganze Weile freiwillig und unentgeltlich an den Wandeln weiterarbeitete, weil er das Projekt so gut findet.

Alle TeilnehmerInnen unserer Wandergruppe finden die Wandel ebenfalls toll. Während ich mich dieses Mal früher verabschiede, um Richtung Wangen hinabzusteigen, geht die Gruppe noch ein ganzes Stück weiter auf der Höhe Richtung Hedelfingen und genießt die Ausblicke hinunter ins Neckartal.

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