Ausstellungen, Fotografie
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Corbusier Revisited

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Gut dass ein Tisch mit Getränken draußen auf dem Gehweg stand, denn sonst hätte ich den Veranstaltungsort für die Vernissage zu „Corbusier Revisited“ doch glatt übersehen. So unscheinbar und etwas zurückversetzt an der Straßenecke liegt die kleine Weissenhofwerkstatt im Haus Mies van der Rohe, das zur Zeit durch ein Baugerüst auch etwas verfremdet ist.

Die Fotoausstellung „CORBUSIER REVISITED“ , die nur für zwei Tage hier zu sehen war, finalisiert und dokumentiert ein recht bemerkenswertes Studienprojekt, und die Ergebnisse dieser visuellen Forschungsreise der Studenten Katrin Bauer, Yannic Heintzen und Marvin Maurer in der Weissenhofsiedlung Stuttgart wurden hier nun vorgestellt.

Angeregt durch das Buch „Thanks for the view, Mr. Mies“ mit Bildern und Texten von Bewohnern und Besuchern des Lafayette Parks Detroit und angeleitet durch ihre Professorin Karin Jobst von der Hochschule für Kunst, Design und Populäre Musik Freiburg waren die Studenten zunächst daran interessiert mehr über die Geschichte der Weissenhofsiedlung und ihrer außergewöhnlichen Architektur zu erfahren, um sich dann der Architektur auf eine ganz persönliche Weise zu nähern. Bei dieser Herangehensweise, so Karin Jobst, sollte das „Großartige“ der Architektur und das „Schöne“ des Architekturdenkmals heruntergebrochen werden auf die Normalität und das alltägliche Geschehen in der Weissenhofsiedlung.

Nach der freundlichen Begrüßung durch die Leiterin des Weissenhofmuseums, Anja Krämer, und einer kurzen Einführung von Karin Jobst, stellten die anwesenden jungen Fotokünstler ihre Arbeit selbst vor.
Im Schaufenster erinnern colorierte transparente Grundrisskizzen und Gebäudequerschnitte an die Entwurfsgeschichte der Bauhaus-Architekten vor fast 100 Jahren. An der Wand Polaroid-Aufnahmen, daneben Miniaturen im Rahmen. Andere Arbeiten befassen sich mit dem Lichtspiel der Fenster an den Gebäuden der Siedlung, weitere mit Details aus dem Innenräumen des Le Corbusier-Hauses.

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Die zum Kauf angebotenen Exemplare der schönen, handgefertigten Dokumentation über die Foto-Arbeiten enthalten ausgewählte Arbeiten und Einblicke in den Prozess des Projekts.

Mich motivieren die Fotoarbeiten von „Corbusier revisited“ zu weiteren Besuchen der Siedlung und des Museums, um das Bekannte nun auch mit anderen Blicken neu zu entdecken.

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