Monate: Juni 2016

Parklets für Stuttgart

Was tut sich da in Stuttgart, meiner Stadt? Entgegen des Trends zur Umwandlung von kostenlosen öffentlichen Parkflächen in kostenpflichtige Parkplätze, sollen jetzt einige der knappen Parkflächen für Autos gesperrt und den Bürgern für andere Nutzung gebührenfrei zur Verfügung gestellt werden. Darf man das? Geht das überhaupt? Im Rahmen eines Real-Experiments auf jeden Fall. Recht ungewöhnlich, teilweise sehr speziell, doch allemal auf sehr sympathische Art und Weise wurden in den letzten Tagen an ein paar Stellen der Stadt Parkflächen mit einfachen Mitteln in Räume zum Verweilen für die Bürger umgestaltet. Bei der Schaffung dieser sog. Parklets werden die von Privatautos besetzten öffentlichen Flächen wieder den Menschen zugänglich gemacht. In Stuttgart geschieht dies im Rahmen eines von der Universität gemeinsam mit verschiedenen Bürgergruppen ins Leben gerufenen und vom Land Baden-Württemberg unterstützten Reallabors für Nachhaltige Entwicklung. Die Parklets sind dabei eines von insgesamt sechs unterschiedlichen Projekten der Mobilitätskultur. Bei einer Radrundfahrt wurden die Parklets gestern offiziell vorgestellt. Außer den Dozenten und Studenten des verantwortlichen Teams vom Institut für Städtebau der Universität Stuttgart sind auch einige interessierte Bürger gekommen, …

Fahrräder stinken nicht

Wie in vielen Städten kämpfen auch in Stuttgart Radfahrer seit Jahrzehnten für eine fahrradfreundliche und umweltgerechte Verkehrsplanung. Lange vor der critical mass gab es in Stuttgart schon Fahrraddemonstrationen. Gerade aus der Fahrradcity Münster in Westfalen zurück nach Stuttgart kommend, habe  ich im Sommer 1983 mit meinem Hollandrad natürlich auch gleich bei der Stuttgarter Fahrraddemonstration mitgemacht. Wie bei der monatlichen critical mass heute, war es damals schon ein buntes Völkchen, das sich im Fahrradcorso durch die Stuttgarter Innenstadt bewegte, mit viel Spaß auf die Vorteile der Fahrradnutzung verwies und zeigte, dass man auch hier Fahrrad fahren kann. Leider hat sich in den vergangenen Jahrzehnten an der autogerechten Verkehrsplanung in Stuttgart nur sehr wenig geändert. Gut, es gibt ein paar Radwege mehr, auch eine Fahrradstraße, die als solche aber noch kaum akzeptiert wird, einige nicht immer sinnvoll ausgeschilderte Radwegführungen durch die Stadt, aber ansonsten dominiert das Auto nach wie vor. Stuttgart ist heute eine der dreckigsten Großstädte Deutschlands, der kilometerlange Autostau auf den Straßen allgegenwärtig und die Luft gefährlich abgas-und feinstaubbelastet. Die Fahrradfahrer werden aber immer mehr. Radfahren ist heute …

Von den Fildern zum Birkenkopf

Aus Stuttgart hinaus führen schöne Rennradtouren. Die besten davon kennt mein lieber Radsportfreund in- und auswendig. Heute konnte ich ihn wieder auf einer dieser Touren begleiten. Er nennt die heutige Strecke „Ostfildern Runde“, obwohl sie doch weitgehend auf Stuttgarter Markung verläuft. Wir starten in Möhringen, fahren Richtung Osten am SI-Centrum, dem Stuttgarter Zeitungsverlag und den US-Kasernen vorbei über die Felder nach Asemwald und von dort entlang der Straße nach Birkach. Noch bevor wir den Stadtteil Birkach richtig erreichen, sausen wir am Waldrand vor den Wohnsiedlungen schon steil hinab. Im Tal halten wir uns rechts und fahren auf geteertem Feldweg paralell zur Mittleren Filderstrasse – bis es rechts zum Schloß Hohenheim hinaufführt. Für uns geht es hier jedoch hinab zur Körsch. Dazu überqueren wir die Mittlere Filderstrasse an der Ampelanlage und folgen auf schönem Wirtschaftsweg dem Körschtal bis nach Scharnhausen. Hinter den Sportanlagen am Ende dieses Ostfildener Ortsteils geht es nun links steil hinauf, und – mit herrlichm Blick auf die Schwäbische Alb – über die Felder nach Nellingen. Nellingen ist unsere Wendemarke. Hier kehren wir …