Fahrrad
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Radeln auf alten Bahntrassen

 Fritz-Wunderlich-Radwanderweg

Fritz-Wunderlich-Radwanderweg

Eben komme ich von unserer diesjährigen Tourenwoche mit meinen Radsportkameraden aus dem Saarland zurück und bin erneut sehr angetan von dieser landschaftlich reizvollen Region. Das hügelige St.Wendeler Land im nordöstlichen Teil des Saarlandes kannte ich schon von einem früheren Kuraufenthalt, und einige Touren waren mir aus dieser Zeit in besonderer Erinnerung geblieben.

Radfahren auf ehemaligen Bahntrassen kann ein wahrer Genuss sein, und mit dem Wendelinus Radweg vom Bahnhof St.Wendel auf die Höhen um Tholey befindet sich im oberen Bliestal eine sehr gepflegte, etwa 12km lange herrliche Trasse zum Einrollen und Aufwärmen.

Wendelinus Radweg

Wendelinus Radweg

Nördlich des Freizeit-und Erholungsgebiets am Bostalsee, in Freisen, beginnt in wunderschöner Mittelgebirgslandschaft des Naturparks Saar-Hunsrück der Fritz-Wunderlich-Radwanderweg – eine weitere schöne Radroute auf der alten Bahntrasse nach Kusel in Rheinland-Pfalz. Wenn man auf diesem zwar nicht geteerten, aber auch mit Rennrädern sehr gut befahrbaren Weg die 26km nach Kusel hinabrollt, muss man die Ingenieurs- und Vermessungskunst der frühen Eisenbahnkonstrukteure schon sehr bewundern und ist dankbar, dass uns nach Aufgabe der Bahnverbindung hier so ein schmucker Radweg hinterlassen wurde. Es erstaunt nicht, dass diese beiden saarländischen Bahntrassenradwege zu den Topp-Empfehlungen der hervorragenden Internetseite bahntrassenradeln.de zählen.

Weiter südlich – im Bliesgau,  gibt es einen weiteren sehr beliebten, grenzüberschreitenden Radwanderweg. Der Bliestalradweg beginnt in Bieskastel und führt durch das Biosphärenreservat Bliestal bis in das französische Städtchen Sarreguemines.

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Beim Radeln auf diesen alten Bahntrassen, die ihren ursprünglichen Zweck als Eisenbahnverkehrswege zwar verloren haben, aber auf andere Art weiter der Mobilität dienen, kommt mir der Gedanke, dass spätere Generationen möglicherweise ehemalige Autobahntrassen als Radschnellwege nutzen werden. In den frühen siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts konnten wir das am autofreien Sonntag während der Ölkrise bereits erproben.

Unterkunftstipp:
Im Hotel und Café Restaurant „Le Journal“ St.Wendel finden Radler eine ruhige und angenehme Unterkunft mit guter Küche und sehr nettem Personal.

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