Monate: Oktober 2017

Radeln entlang der Filderbahn

Die Filderebene hat sich in letzter Zeit zu meinem bevorzugten Radrevier entwickelt. Trotz Autobahn, Flughafen und großer Siedlungsdichte kann man auf den Fildern immer noch schöne Ausflüge mit dem Rad unternehmen. Eine beliebte Route nutzt teilweise die Trasse der alten Filderbahn, die heute zumeist als kombinierter Rad-/und Fußweg ausgewiesen ist. Es ist zwar nicht die schönste Strecke auf den Fildern, aber sie verbindet in Ost-West-Richtung alle wichtigen Städte und Gemeinden. Deshalb würde sich diese Route aus meiner Sicht auch zum Ausbau als Radschnellweg eignen, der sich mit anderen Radwegen gut verbinden ließe und so den starken Individualverkehr auf den Fildern entlasten könnte. Dazu müssten einige Stellen mit unklarer Wegeführung natürlich verbessert und Kreuzungen mit Autos entschärft werden. Am Wege liegen auch bedeutsame Orte der Erinnerung: Kurz hinter Echterdingen befindet sich unweit des Radwegs der Zeppelinstein zur Erinnerung an das Zeppelinunglück vom 5. August 1908. An jenem Tag landete dort eines der ersten Luftschiffe nach einem Motorschaden. Ein Riesenspektakel für die Bevölkerung. Dann wurde es zum Entsetzen der vielen Zuschauer bei einem Gewittersturm aus der Verankerung …

Utopie mit Fisch

Vor dem Eintritt ins Theater La Lune wurden die Besucher mit einem Polaroid-Selbstbildnis in die Ideenwelt von „Utopie mit Fisch“ eingeladen – und im Theater doppelstimmig herzlich willkommen geheißen. Zum Aperitif und zur Einstimmung dann Gedanken über Utopie von Menschen aus dem Umfeld, einem Philosophen und von Julianna Herzberg. – Keine leichte Kost am frühen Abend! Die Rebellion in der Küchenhölle war durch das erotisch gefärbte Spiel da schon leichter verdaulich. Nur eine winzige, steile Treppe höher, der Versuch, den vorgegebenen engen Rahmen zu sprengen, um für ein selbstbestimmtes (Künstler-)Leben zu kämpfen. Der rote Faden führte die Besucher auf die Straße hinaus und wieder ins Theater zurück. Verwirrend und verwickelt wurde an diesem Abend jeder zur Verfügung stehende Quadratmeter des kleinen Theaters im Stuttgarter Osten bespielt und in das Stück mit einbezogen. Videoinstallationen von Roxana Naranjo, sowie Klavier- und Akkordeondarbietungen von Markus Ege unterstützten und begleiteten die anspruchsvolle multimediale Collage von Petra Weimer (Regie) und Julianna Herzberg (Projektleitung). Im Spiel hielt sich Petra Weimer eher zurück und überließ Julianna Herzberg die stärksten Szenen, die sie …