Alle Artikel in: Gesundheit

Schlaganfall – und dann?

Bislang hatte ich kaum eine Vorstellung, was es bedeutet, wenn sich für die Betroffenen nach einem Schlaganfall das Leben von einem Tag auf den anderen vollständig verändert. Jetzt habe ich über das Internet meinen alten Schulkameraden Wolfgang wieder getroffen, der schon als junger Mann nach Neuseeland ausgewandert ist, und erfahren, dass er vor Jahren einen schweren Schlaganfall („Stroke“) erlitten hatte. Wolfgang erzählt in seinem Buch „How to survive after a Stroke“ (über Amazon als e-book erhältlich) sehr eindrucksvoll von seinem Schicksal und dieser Wende in seinem Leben. Es ist sehr gut lesbar und auch mit weniger guten Englischkenntnissen zu verstehen. Auch andere „Strookees“ kommen darin zu Wort. Er hat viele Betroffene kennengelernt und lässt sie über ihre Erfahrungen berichten, weil jeder Fall eben anders liegt und auch jeder Mensch auf andere Weise mit dieser Veränderung umgeht. Der Text bleibt aber nicht bei den Erfahrungsberichten stehen, sondern vermittelt ganz nebenbei auch grundlegende Informationen über das, was bei einem Schlaganfall im Gehirn passiert und welche Auswirkungen dies für das weitere Leben der Betroffenen und deren Angehörige hat. …

Kneippanlage ohne Wasser

Diese Tage war ich mal wieder auf dem Heimweg von einer Radausfahrt im Sindelfinger Wald unterwegs und dachte mir, eine kleine Abkühlung für die müden Füße wäre jetzt doch ganz angenehm. So bin ich in Erwartung eines angenehmen Fußbads zur schön gelegenen Sindelfinger Kneippanlage im Fuchsloch gefahren. Doch leider war kein Wasser da. Die Spaziergänger sagten mir, aufgrund der Hitze sei die Quelle versiegt. Ein Glück, dass es für die Kinder ganz in der Nähe einen Wassespielplatz gibt und gleich oberhalb der Kneippanlage das Sindelfinger Badezentrum. Im Internet fand ich dann unter www.kneippen-in-sindelfingen.de folgenden Hinweis: „Bei großer Hitze wie zur Zeit sind die Kneipp-Becken eine angenehme Abkühlung, jedoch geht auch die Wasserschüttung zusehends zurück, weil es sich leider nicht um einen Brunnenzulauf, sondern um Oberflächen-Wasser des Berges handelt, das bei einer anhaltenden Sommerhitze versiegen kann.“ Weitere Beiträge zu Kneippanlagen: Tretebecken Wassertreten

Wasser ist Leben

Fast jeden Tag fahre ich an einem modernen Verwaltungsgebäude nahe der Autobahnauffahrt Stuttgart-Vaihingen vorbei, das sich in großen Lettern als „Bodenseewasserversorgung“ zu erkennen gibt. So auch letzten Sonntag am „Tag des Wassers“. Wie selbstverständlich verfügen wir hier über sauberes Trinkwasser im Überfluss, während die Menschen in vielen Teilen der Erde Tag für Tag darum kämpfen müssen. Im Alltag verschwenden wir in den reichen Ländern diese kostbare Ressource allzu unbedacht für allerlei „Unfug“ und nutzen Sie nur zum geringsten Teil als Trinkwasser. Die Versorgung mit ausreichend sauberem Wasser ist aber eine der größten Herausforderungen überhaupt. Daran soll der Internationale Tag des Wassers erinnern. Vor über 20 Jahren hat die UN auf dem Umweltgipfel in Rio den 22.März als Tag des Wassers ins Leben gerufen, um das Menschenrecht auf Wasser einzuklagen, und auf die Bedeutung der Ressource Wasser hinzuweisen. In der Region Stuttgart kommt das Trinkwasser in bester Qualität seit fast 60 Jahren aus dem Bodensee. Für das Trinkwasser von 4 Millionen Menschen im Südwesten sorgt der Zweckverband Bodenseewasserversorgung, der auf seiner Homepage über alles Wissenswerte bei …

It`s vegan, baby

Im letzten Jahr hatte ich bei der Photo 14 Zürich an einem Stand sehr leckere, kreative vegane Snacks genossen. Ich war ganz begeistert über die gute Kost der beiden netten Schwestern, die seit einiger Zeit mit Elle`n Belle in Zürich ein veganes Catering betreiben und auch vegane Kochkurse anbieten. Bei der Photo 15 Zürich schaute ich mich letzte Woche in den Maag Hallen vergeblich nach Elle`n Belle um. Ich erfuhr dann, dass sie vor wenigen Monaten in der Züricher Limmatstrasse 118 ein Restaurant eröffnet hatten, und damit so gut ausgelastet sind, dass sie das Catering bei einer solch großen Veranstaltung nicht auch noch übernehmen konnten. Da ihr Restaurant ohnehin auf dem Weg zum Bahnhof liegt, bin ich auf dem Rückweg dort gleich eingekehrt und habe mich ein wenig umgeschaut. Wieder war ich sehr angetan. Nicht nur vom schmackhaften gesunden Essen, dem guten Service und dem freundlichen Personal, auch von

Siegfried Kracauers Fotonachlass

Mit der S-Bahn am Abend quer durch die Region nach Marbach auf die Schillerhöhe. Im Vortragssaal des Literaturmuseums der Moderne ein Foto im kleinen Format an die Wand projeziert. Es zeigt eine menschenleere Kreuzung mit Häuserzeilen einer unbekannten Stadt – im Vordergrund nur der Schatten eines einzigen Paares. Das Bild ist aus dem Nachlass Siegfried Kracauers und die Schatten stammen vermutlich von ihm und seiner Frau. Zum Anlass des 125. Geburtstages Siegfried Kracauers am 8.2.2014 hat das Literaturmuseum der Moderne eingeladen, einen Blick in den Fotonachlass des Soziologen und Philosophen zu werfen. Neben zahlreichen

Leben in der Stadt und die Kunst, zu Hause zu sein

Ich bin ein Stadtmensch. Mein ganzes Leben habe ich in Städten verbracht. Auch jetzt im Ruhestand zieht es mich immer noch nicht hinaus aufs Land. Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt heute in Städten. Der Trend zum Leben in der Stadt hält weltweit weiter an. Auch in Deutschland kehren die Menschen wieder in die Städte zurück, nach jahrelangem Trend raus ins Umland. Warum bleibe ich in der Stadt, wo doch

Besuch bei den Himba

Ich war zunächst recht skeptisch, ob das Eindringen einer Reisegruppe mit 13 Personen nicht doch etwas viel für ein winziges abgelegenen Dorf im afrikanischen Buschland ist. Eine solche Begegnung mit den halbnomadischen Himba würde doch nur in sprachlosen Peinlichkeiten enden können. Nach einem Gespräch mit unserem Tourguide und einer kurzen Einführung durch einen englischsprechenden Himba eines anderen Dorfes, der die Bewohner vorher um Erlaubnis gebeten hatte, sind wir dann – begleitet von zwei Himbafrauen – und ihm als Übersetzer mit Lebensmittelgeschenken im Gepäck in erwartungsvoller Spannung ins Dorf aufgebrochen. Hier war ich angenehm überrascht, wie entspannt unser Rundgang und die Gespräche verliefen. Die Himba gaben gerne auf unsere Fragen nach den Traditionen und Alltagsgewohnheiten Auskunft, lachten viel und einige, insbesondere auch die Kinder, beachteten uns kaum und gingen weiter ihren Alltagsdingen nach. Zum Abschluss unseres Besuches boten uns die Himba ihre Kunsthandwerksarbeiten zum Verkauf an – eine ihrer wenigen Einnahmequellen in dieser unwirtsamen abgelegenen Gegend. Der Besuch bei den noch weitgehend nach alten Traditionen lebenden Himba im Norden Namibias gehörte zu den Höhepunkten meiner 12 …