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Fotografie als Denksport

Der Raum für Fotografie Mannheim ZEPHYR empfängt uns mit dem aus der Dunkelkammer noch so vertrauten Geruch von Fotochemikalien. Wie dahin geworfen erscheinen mir die Arbeiten der japanischen Künstlerin Hiroko Komatsu – gleich einem improvisierten Versuchs-Laboratorium. Auf dem Boden verstreut und an den Wänden angebracht Schwarz-Fotos, auf denen Unmengen der verschiedenartigsten Baumaterialien zu sehen sind. Dazu große Fotobahnen – frisch entwickelt und scheinbar nicht richtig ausgewässert – mit Abbildungen vom Durcheinander auf gigantischen Baustellen. Daneben zeigt der Niederländer Frank von Der Salm Ausschnitte von Mega-Citys auf wandfüllenden Digitaldrucken  z.B. eine riesige Front eines noch leerstehenden Hochhauses oder eine beleuchtete Fensterfassade, wie aus Glasbausteinen zusammengesetzt – alles immer etwas unscharf abgebildet. Im nächsten Raum sind unzählige Farbaufnahmen über die Zerstörung alter chinesischer Stadtviertel des inzwischen weltweit bekannten und in seiner chinesischen Heimat verfolgten Konzeptkünstlers Ai Wei Wei zu sehen. Diese Arbeiten, die sich im ZEPHYR mit dem urbanen Wandel kritisch auseinander setzen, sind nur ein kleiner Teil des Fotofestivals Mannheim-Ludwigshafen-Heidelberg, das  sich der großen Herausforderung stellt, an 7 Plätzen in 3 Städten 7 prekäre Felder mit dem Medium der Fotografie darzustellen. Alle …