Alle Artikel mit dem Schlagwort: Literaturarchiv Marbach

Sensation in Marbach vorgestellt

Zum Abschluss der Schillerwoche öffnen die beiden Marbacher Literaturmuseen wieder ihre Türen in die Welt der Literatur. Da ist die Seele des Archivs mit seinen Unmengen an Exponaten, die Literatur und die Entstehung von Literatur den Bücherfreunden begreifbar machen. Das vielfältige Tagesprogramm mit allerlei Führungen und Vorträgen in den Literaturtempeln bot mit einer spannenden Unterhaltung über Ruth Landshoff-Yorck gleich zu Beginn ein Highlight an, für den sich der Ausflug zur Marbacher Schillerhöhe an diesem sonnigen Herbsttag bereits gelohnt hat. Die Basis des Gesprächs war ein erst vor kurzem in Marbach eingetroffener Dachbodenfund aus Amerika mit Briefen, Manuskripten und Fotos aus dem Nachlass der schillernden Bohème-Lady. Jan Bürger und Heike Gfrereis vom Literaturarchiv und der Schriftsteller Thomas Meinecke nahmen die Zuhörer mit auf eine aufregende Zeitreise und ließen sie teilhaben am Stöbern in dem neu erworbenen Nachlass und an den literarisch und künstlerisch hochinteressanten Entdeckungen. Stück für Stück flochten sie mit kleinen Anekdoten und allerlei Hintergrundinformationen ein Netz von Querbezügen zu anderen Künstlern und deren Nachlässen aus dem Marbacher Archiv, so dass von Ruth Landshoff-Yorck und …

Letzte Tage – erste Tage

– so hieß am 1. Tag des neuen Jahres die Führung im Museum des Literaturarchivs Marbach. Sie zeigte den eingefundenen Literaturfreunden, wie und was die Schriftsteller in den letzten und ersten Tagen um den Jahreswechsel in ihrer Zeit alles so geschafft haben. Ob Arthur Schnitzel, Robert Musil, Alfred Döblin, Reiner Kunze, und, und und …, sehr fleißig waren sie alle. Dies kann man aber kaum allein den vielen Exponaten des Archivs entnehmen. Die Erläuterungen, Anekdoten und Textpassagen jedoch, die unsere sehr gut präparierte Begleiterin vortrug, ließen die gewaltige Produktivität der großen Literaten schon eher erahnen. Und die Hintergrundinformationen erweckten dann die bei gedämpften Licht eng in Vitrinenreihen ausgestellten Briefe, Manuskriptseiten und anderen Dokumente (Geldscheine, Briefmarken, Telegramme, Zeichnungen, Fotos und Zeitungsausschnitten) richtiggehend wieder zum Leben. So lauschten die Teilnemer gebannt Alfred Döblins lebendigem Zeitungsbericht