Alle Artikel mit dem Schlagwort: Namibia

Löwen in der Abendsonne

……wir hatten es fast schon aufgegeben, an diesem Tag noch einen der Big Five zu sehen. Denn die Sonne senkte sich bereits am Horizont als wir mit unserem Truck durch die quirlige Stadt Ondangwa fuhren – und noch ca.80 km bis zum Etosha Nationalpark im Nordwesten Namibias. Durch Reifenpannen auf den rauen Pisten hatte sich die lange Fahrt von den Epupa Wasserfällen bereits um Stunden verzögert, und vor Einbruch der Dunkelheit mussten wir das Tor zum Park unbedingt erreichen, bevor es für die Nacht verschlossen wird. Buchstäblich in letzter Minute erreichten wir kurz vor sieben Uhr gerade noch rechtzeitig die Parkeinfahrt, atmeteten durch und entdeckten in der sich weit ausdehnenden Grassteppe die ersten Antilopen und in der Ferne einen Strauß. Dann konnten wir unser Glück gar nicht fassen: ein stattlicher Löwe im Schatten eines einsamen Busches … und etwas abseits der Piste – die Löwenmutter mit ihren Jungen.

Raleigh Bike

Mit dem Slogan „Best of Britain – Made in Germany: Mit britischem Pioniergeist und deutscher Gründlichkeit“ wirbt die Traditionsmarke „Raleigh“ auf ihrer deutschen Homepage für die in Cloppenburg/Deutschland gefertigten Bikes. Bei meinem Adventure Trip quer durch Namibia habe ich hoch im Norden des Landes bei den Epupa Wasserfällen nahe der Grenze zu Angola dieses funktionstüchtige schöne blaue Raleigh Bike entdeckt. Das Firmen-Logo auf dem Steuerrohr und der Namens Schriftzug auf dem Unterrohr weisen das Rad als Raleigh Bike aus. Der bequeme Sattel, die dicke Bereifung und der stabile Gepäckträger sind für den Gebrauch als Transportrad auf den in diesem Landstrich ausschließlich groben Schotterpisten ausgelegt.

Townships in Namibia

Die Townships, ursprünglich während der Zeit des Apartheidsregimes zur Separierung der einheimischen schwarzen Bevölkerung gegründet, wachsen aufgrund der Land-Stadt-Zuwanderung junger Menschen aus dem dichter besiedelten Norden des Landes Namibias unkontrolliert weiter. Auch die staatlichen Bemühungen, dieses wilde Siedlungswachstum an den Rändern der Städte z.B. durch Bereitstellen von Brunnen und einfachen Toiletten etwas zu steuern, können den enormen Wachstum der informellen Siedlungen nicht stoppen. Aufgrund der anhaltenden Dürre zieht es die bitter arme ländliche Bevölkerung des Nordens in der Hoffnung auf ein besseres Einkommen weiter in die Städte im Zentrum Namibias. Nachdem ich bereits Kinderhilfseinrichtungen in Katutura, der Township von Namibias Hauptstadt Windhoek und in „One Nation“ – einem Meer von Wellblechhütten über den weiten Hügeln am äußersten Rand der Stadt – besucht hatte, ging es nach Swakopmund, in die ehemalige Kolonialstadt am Atlantik. Bei einer Tour durch deren Township Mondesa und angrenzende informelle Siedlungen mit Besuchen des Marktes, eines Waisenhauses und des Frauen Artcraft Projektes „Dantago“ habe ich ein klein wenig Einblick in den Alltag der Bewohner und wertvolle Informationen über deren Lebensverhältnisse bekommen können. …