Alle Artikel mit dem Schlagwort: Rennrad

Top Schwarzwald Rennradrunde

Die landschaftlich reizvolle Region um die Stadt Nagold ist meinem Radsportfreund wohl vertraut. Von früheren gemeinsamen Ausfahrten habe ich auch noch einige besonders schöne Strecken in Erinnerung, u.a. das einsame Zinsbachtal. Klar habe ich seinem Tourvorschlag in diese Region sofort zugestimmt: Gestartet sind wir im südlichen Nagolder Stadtteil Iselshausen, folgten von dort zunächst einem neu angelegten schattigen Radweg im Waldachtal Richtung Unterschwandorf und Oberschwandorf, um später auf wenig befahrener Straße über Beihingen, Bösingen mäßig ansteigend nach Pfalzgrafenweiler zu fahren. Dort entdeckten wir etwas abseits am Ortsende auf einem Privatgrundstück einen alten Schienenbus der Deutschen Bahn. – Erinnerungen an alte Zeiten; mit diesem Diesel-Schienenbus ist mein Freund jahrelang zur Schule gefahren. Auf der Höhe überquerten wir die Bundesstraße B28, um sofort steil hinab ins Zinsbachtal zu rollen. Dieses wohl zu den schönsten Tälern im nördlichen Schwarzwald zählende Tal bin ich bislang immer nur hinauf gefahren. Die Abfahrt auf dem Sträßchen mit inzwischen sehr gutem Teerbelag ist aber auch ein absoluter Genuss. Leider hat die idyllisch gelegene Wirtschaft „Zinsbachstube“ nur noch an den Wochenenden geöffnet. Aber wir waren …

Von den Fildern zum Birkenkopf

Aus Stuttgart hinaus führen schöne Rennradtouren. Die besten davon kennt mein lieber Radsportfreund in- und auswendig. Heute konnte ich ihn wieder auf einer dieser Touren begleiten. Er nennt die heutige Strecke „Ostfildern Runde“, obwohl sie doch weitgehend auf Stuttgarter Markung verläuft. Wir starten in Möhringen, fahren Richtung Osten am SI-Centrum, dem Stuttgarter Zeitungsverlag und den US-Kasernen vorbei über die Felder nach Asemwald und von dort entlang der Straße nach Birkach. Noch bevor wir den Stadtteil Birkach richtig erreichen, sausen wir am Waldrand vor den Wohnsiedlungen schon steil hinab. Im Tal halten wir uns rechts und fahren auf geteertem Feldweg paralell zur Mittleren Filderstrasse – bis es rechts zum Schloß Hohenheim hinaufführt. Für uns geht es hier jedoch hinab zur Körsch. Dazu überqueren wir die Mittlere Filderstrasse an der Ampelanlage und folgen auf schönem Wirtschaftsweg dem Körschtal bis nach Scharnhausen. Hinter den Sportanlagen am Ende dieses Ostfildener Ortsteils geht es nun links steil hinauf, und – mit herrlichm Blick auf die Schwäbische Alb – über die Felder nach Nellingen. Nellingen ist unsere Wendemarke. Hier kehren wir …

130 Jahre Bianchi-Räder

Was im Jahr 1885 in einer kleinen Fahrrad-Manufaktur in Mailand begann, ist in 130 Jahren zu einem weltbekannten Unternehmen herangewachsen, das heute zu einem skandinavischem Konsortium gehört. Mehr zur Geschichte der Marke auf der Bianchi US-Homepage Bianchi History und in einem 2010 im Delius Klasing Verlag erschienenen, interessant geschriebenen und gut illustrierten Buch von Daniele Marchesini. Eine Besonderheit und inzwischen ein Markenzeichen ist die Farbe „Celeste“ – ein ins Grün gehendes Blau. Über die Entstehung der Farbe ranken sich Geschichten und Legenden. Gewiss wurde sie nicht nach der Färbung des Himmels über Mailand kreiert und auch nicht nach der Augenfarbe der vormaligen italienischen Königin. Wie oft war es vielleicht nur Zufall, der etwas Besonderes wie dieses „Celeste“ entstehen ließ. Auf jeden Fall war die Farbwahl eine kluge Entscheidung, denn sie sticht ins Auge und fällt selbst im buntesten Peleton auf. Bei Radsportenthusiasten hatte und hat die Marke Bianchi immer einen guten Klang. Sie ruft Erinnerungen an große Ereignisse der Radsportgeschichte wach, auch wenn viele der „Helden“ von damals ihre Karriere und ihren Namen durch Dopingaffären …

Mit dem Rennrad um Stuttgart

Der Rennradtourenführer „Raus aus Stuttgart“ von Bernd Jürgens aus dem Bruckmann Verlag bietet schöne Anregungen für Ausfahrten rund um die Schwabenmetropole. Der Autor kennt sich aus in diesem Revier. Die Beschreibungen sind gut nachvollziehbar und enthalten alles Wissenswerte zum Streckenverlauf und zu den Sehenswürdigkeiten am Rande der Tour. Über die Bruckmannverlags Homepage kann man sich sogar die GPS-Tourendaten herunterladen. Kaum jemand kennt sich im Südwesten der Region Stuttgart und im Nordschwarzwald jedoch besser aus als mein langjähriger Radsportfreund. Ihm sind die Tourenvorschläge aus dem Buch vertraut und er kennt viele weitere Alternativen. Eine gemeinsame Ausfahrt mit ihm und den anderen Radsportkameraden ist für mich immer ein großer Genuss. Die nachfolgend beschriebene Tour von heute ähnelt in Teilen der im Rennradführer von Bernd Jürgens als „Schokotour“ vorgestellten Tour 2. Von Stuttgart-Möhringen ging es zunächst durch die Streuobstwiesen am Rohrer Weg Richtung Süden. Auf den ehemaligen Bahnstrecke im Siebenmühlental ließen wir es rollen bis zum alten Bahnhof Steinenbronn. Ein kurzes Stück hinauf und am Ortseingang gleich scharf links. Auf ruhigen Wirtschaftswegen über die Felder nach Waldenbuch. An …

Los Cambios

Nun ist es soweit – mein neuer Renner „Los Cambios“ ist fahrbereit. Vor einem Jahr habe ich diesen wunderschönen Rahmen im Rahmenbaukurs bei Christian Pyttel in Rastatt gebaut, das gute Teil dann aber einige Zeit ruhen lassen. Anfang des Jahres nahm ich den rohen Rahmen wieder in die Hand, um zu feilen und zu schleifen, damit Farbe ins Spiel kommen kann. Farbtype, Text und Schrift wurden ausgewählt und im März schließlich zum Pulverbeschichten zur Fa. Götz in Fellbach gebracht. Tolle Arbeit wurde dort geleistet. Als ich ich den fertigen Rahmen sah, war ich sofort begeistert. Elegant und schnittig sieht er aus. Dann gingen wieder einige Wochen ins Land bis ich im Internet alle Teile ausgesucht und bestellt hatte. Hotte Hoss, der Besitzer der Radtheke in Stuttgart-Heslach half mir nun letzte Woche beim Einpressen der Lager und beim Finish der Montage, so dass ich mit Stolz mein „Los Cambios“ präsentieren kann. Bei der ersten Ausfahrt heute war ich überrascht, wie gut sich mein Neuer fährt. Im Vergleich zu meinem alten Aluminium Renner (ein Barellia 504 von …

Rennrad Rahmenbau

Mit Leidenschaft fahre ich Rad und ebenso begeistert mich die Fahrradtechnik. Im Laufe der Jahre habe ich mir da einiges an Know-how angeeignet: Laufräder zentrieren, Kette und Zahnkranz austauschen, Bremsen und Schaltung einstellen, Schalt-und Bremszüge erneuern, usw… Einen Rahmen mit allen Komponenten und -teilen bis zum kompletten Fahrrad zusammenstellen und montieren, auch das habe ich schon mit großer Freude gemacht. Ein lang gehegter Traum von mir war es nun, einen Fahrradrahmen selbst zu bauen. Da kam der Kurs bei Christian Pyttel in  Rastatt wie gerufen. Als ich im Internet auf dieses Rahmenbau-Angebot gestoßen bin, habe ich mich sofort angemeldet. In der sehr gut ausgestatteten Werkstatt werden die Teilnehmer in 5 Tagen durch den erfahrenen Meister in die Grundlagen des Rahmenbaus eingeführt, und für jeden wird in Handarbeit ein individuell zugeschnittener Rennradrahmen gebaut. Nebenbei erfahren sie noch alles Wissenswerte über die Geschichte des Radsports, insbesondere in der ehemaligen DDR, wo Christian Pyttel jahrelang für die damalige Avantgarde der DDR-Rennsportszene Rahmen und Räder gebaut hatte. Es war eine tolle Erfahrung, die ich jedem ambitionierten Fahrradfreak nur weiterempfehlen …